Erweiterung der Außenanlagen der Wattwelten

Foto: Dorothee Linke

Beitrag vom Dienstag, 21. Juni 2022

Zum Lernen und Verweilen

„Innovativ und einzigartig“ soll die Erweiterung des Wattenmeer-Besucherzentrums Wattwelten sein, kündigte die Leiterin der Einrichtung Valeria Bers auf der letzten Bauausschusssitzung an. Da zum einen Räumlichkeiten fehlen und zum anderen der rückwärtige Außenbereich zukünftig mitgenutzt werden soll, war dieses Vorhaben schon seit mehreren Jahren in Planung In dieser Woche soll es mit den ersten Arbeiten losgehen, teilte Andreas Goldberg vom Fachbereich Organisation der Stadt Norderney auf Nachfrage mit.

Um das Besucherzentrum zu erweitern, werden die auf der Rückseite stehenden Bungalows miteinbezogen, erläuterte Bers. Darin sollen dringend benötigte Büro- und Lagerräume sowie ein neues Schülerlabor für bis zu 30 Schüler entstehen. Außerdem soll hier ein kleines Automatencafé als Verweilmöglichkeit für die Besucher eingerichtet werden. Im Außenbereich zwischen Bungalows und Hauptgebäude soll ein attraktiver Inselgarten mit verschiedenen Wissens- und Themenbereichen künftig über die Funktion und den Schutz der Dünen und ihrer Vegetation aufklären.

Die Pflanzenwelt werde in den Nationalparkhäusern gegenüber der Fauna bisher oft vernachlässigt, erläuterte Bers. Der Inselgarten sei zudem als Ergänzung zur dunklen Ausstellung und als Ausweitung des barrierefreies Angebotes gedacht.

Neben einem Dünenentdeckerpfad mit Schautafeln sollen akustische Elemente und Duftinseln alle Sinne der Besucher ansprechen, erklärte Bers das Konzept. Für Kinder sind Spielelemente wie Wattwurmrutsche, Wassermatschbereich und Bodentrampoline geplant. In zwei Wissensbereichen können sich die großen und kleinen Besucher über das Watt und die Vogelwelt der Insel informieren.
Die Kosten für die Wattwelten-Erweiterung sind im Haushalt mit 2,5 Millionen Euro veranschlagt, wobei hierin ein Puffer von 300.000 Euro enthalten ist und der Projektrahmen von 2,2 Millionen Euro aktuell eingehalten werde, so Goldberg. Der Fördermittelanteil liege bei maximal 1,346 Millionen Euro. Das Projekt soll bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein.

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