Theaterplatz ein begehrtes Grundstück

Foto: Privat

Beitrag vom Montag, 01. August 2022

Theaterplatz: „Noch alles im Fluss“

Mit dem Abriss des Hauses der Insel (HdI) im Frühjahr 2020 entstand im Herzen Norderneys eine begeehrte Freifläche im Innenstadtbereich. Besonders mit dem Blick auf den eklatanten Wohnraummangel auf der Insel suchte die Stadt Norderney gemeinsam mit der Grundstückseigentümerin, den Stadtwerken, nach Lösungen für ein innerstädtisches Wohnquartier mit einem zentralen und vielfältig nutzbaren Platz vor dem Kurtheater.

Am vergangenen Dienstag informierten die Stadtwerke und das Bauamt die Bevölkerung über den Sachstand des Ideenwettbewerbes im Rahmen einer knapp dreistündigen Informationsveranstaltung im Weißen Saal des Conversationshauses. Neun Planungsbüros hatten sich in der ersten Phase des Wettbewerbs beteiligt, deren Entwürfe jedoch nicht alle den geforderten Kriterien entsprachen und unterschiedlicher wohl nicht hätten sein können. So verabschiedete sich die Stadtwerke in ihrer Gesellschafterversammlung bereits in der ersten Phase von drei Entwürfen. Unter anderen von einem Entwurf, der statt des alten HdI-Gebäudes einen neuen Gebäudekomplex von enormer Größe vorsah. Von den ursprünglich neun Entwürfen schafften es bis heute zwei Konzepte in die Endrunde. Darunter ein Entwurf des Planungsbüros Pape und Pape aus Kassel, der besonders durch ein sorgfältig durchdachtes Nutzungskonzept heraussticht, in dem verschiedene Gebäude mit Wegen verbunden auf das Areal einladen. Ebenfalls in die engere Wahl kam der Entwurf des niederländischen Planungsbüros Friso Woudstra aus Vorden, der die Adolfsreihe bis zum Kurtheater fortführt.

Dabei erstreckt sich zu jeder Straßenseiten in dem niederländischen Entwurf eine Reihe von mehrstöckigen Wohngebäuden. In beiden Konzepten erhält das Kurtheater eine zentrale Rolle. Neben dem Wohnraum setzen beide Konzepte auf die Möglichkeiten Geschäfte oder Gastronomie unterzubringen.

Deutlich wurde bei der Veranstaltung allerdings, dass sich die eingereichten Entwürfe noch stark weiterentwickeln werden, um sich den insularen Bedürfnissen anzupassen. Dazu kommentierte Holger Schönemann, Geschäftsführer der Stadtwerke, nach der Informationsveranstaltung, man habe den Planern viele Fragen mit auf den Weg gegeben und er er betonte: „Da ist noch alles im Fluss“. So werden die Stadtwerke für die weiteren Planungen den Wunsch nach weniger versiegelter Fläche mitnehmen und die Möglichkeiten prüfen. Auch die Frage, wie hoch der Bedarf an Einzelhandel und Gastronomie an dem Theaterplatz tatsächlich ist, werde man genauer beleuchten müssen.

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