Das Staatsbad macht das Licht aus

Foto: Privat

Beitrag vom Samstag, 03. September 2022

Staatsbad macht das Licht aus

Im Hinblick auf die Energiemangellage wird auch das Staatsbad Einsparpotenziale nutzen. Im Gespräch mit dem Norderneyer Morgen berichtet Kurdirektor Wilhelm Loth von den bereits durchgeführten und geplanten Maßnahmen: „Wir werden sämtliche Illumination abschalten außer unsere digitalen Tafeln, die wir für die Besucherlenkung benötigen.“ Spätestens ab 24 Uhr soll es dann in den kommenden Tagen auch auf den Strandpromenaden, am Kurplatz und im Kurpark an der Napoleonschanze dunkel werden. Der Auftrag dazu ist bereits erteilt. Bei allen Anstrengungen Energie einzusparen geht es Loth aber auch darum, die Verkehrssicherungspflicht besonders im Blick zu behalten. Möglicherweise muss daher an der einen oder anderen Stelle nachgebessert werden, „aber so würden wir das jetzt ausprobieren“, sagt Loth. „Wir haben aktuell noch mit der Problematik der Zeitschaltuhren zu kämpfen und bitten entsprechend um Nachsicht. Wir glauben aber, dass wir unsere Liegenschaften sehr gut im Blick haben, freuen uns aber dennoch über Hinweise und Vorschläge aus der Bevölkerung.“

Alles ist allerdings nicht möglich: So können teilweise einzelne Laternen nicht ausgeschaltet werden, weil sie in einem Stromkreis mit anderen in Reihe geschaltet sind, berichtet Loth aus den aktuellen Erfahrungen: „Das gefällt uns nicht, aber diese Systeme sind eben nicht für eine Krise wie diese ausgelegt. Das kann man daran gut erkennen. Wir möchten aber unseren Teil beitragen.“ Abgeschaltet wird auch die Beckenbeleuchtung im Badehaus, die auch den nahegelegenen Georgsgarten mit Licht versorgt hatte. Der Betrieb des Badehauses wird nach Loths Angaben voraussichtlich bis zur Revisionsphase im November aufrechterhalten bleiben. Ob im Anschluss neben dem Spa-Bereich auch das Familienbad wieder geöffnet werden kann, ist noch fraglich. Loth stuft die Situation für diesen Winter als kritisch ein, sieht aber für das kommenden Jahr eine besonders drastische Lage auf alle zukommen. Für ihn ist klar: „Wir können nicht so weiterleben wie bisher. Die Zeit ist reif, sich ernsthaft und schnell damit auseinanderzusetzen, eine energetische Unabhängigkeit für die Insel zu erreichen.“

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