Rehakliniken zukunftsfest machen

Foto: Dorothee Linke

Beitrag vom Samstag, 11. März 2023

Rehakliniken zukunftsfest machen

Mehr finanzielle Unterstützung für die Vorsorge- und Rehakliniken fordert die Arbeitsgemeinschaft (AG) Müttergenesung bei der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.Die Niedersächsische Sozialminister Dr. Andreas Philippi folgte der Einladung der AG, sich in der Norderneyer Caritas-Fachklinik Thomas Morus bei Vertretern der Freien Wohlfahrtspflege über die Situation der Einrichtungen zu informieren.
„Die Folgen der Corona-Pandemie haben die Vorsorge und Reha-Kliniken in Niedersachsen in große Not gebracht“, formuliert AG-Sprecher Ulrich Kupczik die konkreten Forderungen an die Landesregierung in einer Pressemitteilung: „Wir brauchen dringend einen rückwirkenden Corona-Zuschlag und eine Beteiligung der Kostenträger an den Verlusten, wenn Patienten die Maßnahmen abbrechen.“

In der Norderneyer Caritas-Klinik werden Mütter oder Väter mit Erschöpfungssyndromen zusammen mit ihren Kindern behandelt. „Wir können in unserem Haus 48 Mütter oder Väter mit ihren Kindern behandeln“, beschreibt Klinikleiterin Silvia Selinger-Hugen die Situation: „Die Corona-Pandemie hat den Betrieb teilweise erheblich eingeschränkt. Gleichzeitig waren wir bis zum 28.Februar verpflichtet, aufwändige Hygienemaßnahmen durchzuführen, allerdings seit dem 1. Juli 2022 ohne Kostenerstattung.“

Gleichzeitig zeigten die anreisenden Familien eine höhere Belastung als vor der Pandemie.

„Die Eltern sind stark erschöpft, oft krank, die Kinder belastet.“ Auch für pflegende Angehörige brauche es entsprechende Vorsorge- und Rehabilitationsangebote, so die Klinikleiterin.

Vonseiten des Sozialministers heißt es dazu, er wisse um die angespannte finanzielle Situation der Vorsorge- und Rehabilitationskliniken für Eltern-Kind-Einrichtungen und werde die angesprochenen Themen in Gespräche mit den zuständigen Kassen und dem Bund nehmen. Kupczik begrüßt die Ankündigung des Ministers und appelliert zugleich, eine Strategie zu entwickeln, um das Vorsorge- und Rehaangebot zukunftsfest zu machen: „Zu dieser Strategie gehört auch, die Beratungsstellen und die Kliniken des Müttergenesungswerks zu stärken.“

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