(ape) – Grundschulleiter Martin Pape ist verärgert, denn immer wieder liegt Partymüll auf den beiden Schulhöfen – vor allem auf dem attraktiven Ostschulhof, erzählt Pape im Gespräch. Jeden Morgen gehe der Schulhausmeister eine Runde und inspiziere die Höfe, bevor die Kinder kommen. Gerade nach Partywochenenden bleibt sehr viel Müll zurück, sagt Pape. Norderneyer Jugendliche habe er allerdings nicht im Verdacht: „Dann hätten wir diese Situation regelmäßiger.“ Für den Schulleiter ist dabei der Müll nicht einmal das größte Ärgernis, denn es werden durchaus häufiger auch menschliche Fäkalien gefunden. Auch über den Tag komme es vor, dass Personen beim Urinieren in abgelegenen Ecken erwischt werden. „Das sind aber auch Ecken, wo die Kinder spielen“, schildert Pape die Problematik. . Fortsetzung von Seite 1 Aus seiner Sicht ist dringender Handlungsbedarf geboten. Einen Zaun aufzustellen, der das Schulgelände einfasst, ist möglicherweise übertrieben, sagt Pape, aber der Gedanke sei im schon sehr oft gekommen. „Besonders wichtig sind erst einmal aussagekräftige Schilder, die zudem auf die aktuellen Schulzeiten aufmerksam machen. Natürlich ist der Ostschulhof lauschig und schön versteckt. Es ist aber wichtig, dass die Menschen verstehen, dass das ein Schulhof ist, und ein Schulhof ist kein Klo“, betont Pape. Sowohl die Stadt als auch die Schule haben zudem viel in die Neugestaltung des Schulhofes investiert und für Pape ist es keine Frage, dass die Höfe nach den Unterrichts- und Betreuungszeiten auch Schulfremden zur Verfügung stehen. Dass Feiernde jedoch den Schulhof als Toilette und Mülleimer benutzen, ist für den Schulleiter indiskutabel. Der städtische Fachbereichsleiter Andreas Goldberg versichert unterdessen, die Stadt als Schulträger werde sich „um eine neue, besser sichtbare und verbindlichere Beschilderung kümmern“. Eine außerschulische Nutzung außerhalb der Schulzeiten sei grundsätzlich gewollt, „allerdings soll diese Kindern und deren Familien offenstehen und nicht feiernden Jugendlichen oder Clubs“, stellt Goldberg klar und betont: „Sofern die Beschilderung keine Abhilfe schafft, müssen wir weitere Maßnahmen überlegen und mit der Schule abstimmen.“

Foto: Privat

Beitrag vom Donnerstag, 14. Juli 2022

Der Schulhof ist kein Klo

Grundschulleiter Martin Pape ist verärgert, denn immer wieder liegt Partymüll auf den beiden Schulhöfen – vor allem auf dem attraktiven Ostschulhof, erzählt Pape im Gespräch. Jeden Morgen gehe der Schulhausmeister eine Runde und inspiziere die Höfe, bevor die Kinder kommen. Gerade nach Partywochenenden bleibt sehr viel Müll zurück, sagt Pape. Norderneyer Jugendliche habe er allerdings nicht im Verdacht: „Dann hätten wir diese Situation regelmäßiger.“

Für den Schulleiter ist dabei der Müll nicht einmal das größte Ärgernis, denn es werden durchaus häufiger auch menschliche Fäkalien gefunden. Auch über den Tag komme es vor, dass Personen beim Urinieren in abgelegenen Ecken erwischt werden. „Das sind aber auch Ecken, wo die Kinder spielen“, schildert Pape die Problematik.

Aus seiner Sicht ist dringender Handlungsbedarf geboten. Einen Zaun aufzustellen, der das Schulgelände einfasst, ist möglicherweise übertrieben, sagt Pape, aber der Gedanke sei im schon sehr oft gekommen. „Besonders wichtig sind erst einmal aussagekräftige Schilder, die zudem auf die aktuellen Schulzeiten aufmerksam machen. Natürlich ist der Ostschulhof lauschig und schön versteckt. Es ist aber wichtig, dass die Menschen verstehen, dass das ein Schulhof ist, und ein Schulhof ist kein Klo“, betont Pape. Sowohl die Stadt als auch die Schule haben zudem viel in die Neugestaltung des Schulhofes investiert und für Pape ist es keine Frage, dass die Höfe nach den Unterrichts- und Betreuungszeiten auch Schulfremden zur Verfügung stehen. Dass Feiernde jedoch den Schulhof als Toilette und Mülleimer benutzen, ist für den Schulleiter indiskutabel.
Der städtische Fachbereichsleiter Andreas Goldberg versichert unterdessen, die Stadt als Schulträger werde sich „um eine neue, besser sichtbare und verbindlichere Beschilderung kümmern“.

Eine außerschulische Nutzung außerhalb der Schulzeiten sei grundsätzlich gewollt, „allerdings soll diese Kindern und deren Familien offenstehen und nicht feiernden Jugendlichen oder Clubs“, stellt Goldberg klar und betont: „Sofern die Beschilderung keine Abhilfe schafft, müssen wir weitere Maßnahmen überlegen und mit der Schule abstimmen.“

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