Beitrag vom Mittwoch, 10. Februar 2021

Britisches Virus auf Norderney nachgewiesen

Der Landkreis Aurich meldete gestern sechs weitere Neuinfektionen auf der Insel. Darunter befindet sich erneut eine Bewohnerin des Seniorenzentrums To Huus. Die Zahl der aktuell Infizierten ist damit auf 43 angestiegen. Der Landkreis meldete am Dienstag, dass erstmalig auf Norderney die britische Variante des Corona-Virus B.1.1.7 festgestellt worden ist. Der entsprechende Befund ging zuvor beim Gesundheitsamt des Landkreises ein.

Die Probe stammte von einem inzwischen verstorbenen Norderneyer und war bereits am 30. Januar genommen worden. Warum die Sequenzierung der Probe so lange gedauert hat, ist unklar. Die Behörde äußerte Vermutungen, dass die entsprechenden Labore sich erst einmal auf die aufwendige Aufgabe einstellen müsste. Bislang berichtet die Kreisverwaltung jedoch von keinen weiteren Nachweisen einer Virusmutante.

Angesichts des neuen Befundes und des derzeit dynamischen Infektionsgeschehens auf der Insel hatten Landkreis und Stadtverwaltung beraten und verfügen nun weitere Maßnahmen zu Eindämmung des Virus. Unter anderem werden die beiden Norderneyer Schulen sowie die Kindertageseinrichtungen bis zum 19. Februar geschlossen. Die Grundschule befand sich bis gestern noch im Wechselmodell. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet das nun Lernern zu Hause. Eine sehr eingeschränkte Notversorgung werde jedoch angeboten.

In seiner Allgemein Verfügung legt der Landkreis mit sofortiger Wirkung ein weitreichendes Kontaktverbot fest. Damit dürfen sich ab sofort sowohl im öffentlichen als auch privaten Bereich keine Personen über den eigenen Hausstand hinaus treffen. Außerdem verhängt die Behörde durch ihre Verfügung eine nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr. Alle Beschränkungen gelten bis einschließlich 19. Februar, so die Mitteilung.

Unabhängig von den behördlichen Einschränkungen informierte die evangelische Kirchengemeinde gestern darüber, dass die Gottesdienste bis auf Weiteres absagt werden. Die Standortleiterin der Sander Pflege berichtet zudem, dass auch die Tagespflege geschlossen bleibt.
Landrat Olaf Meinen und Bürgermeister Frank Ulrichs appellieren zudem an die Bevölkerung, sich strikt an die geltenden Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen zu halten. „Diese Information lasse das Infektionsgeschehen der letzten Woche nochmals in einem anderen Licht erscheinen“, kommentierte Ulrichs. Der Bürgermeister stehe auch weiterhin im engen Austausch mit dem Landrat und dem Krisenstab des Landkreises.

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