Frauenarzt wieder auf der Insel

Foto: Dorothee Linke

Beitrag vom Freitag, 17. Juni 2022

Ab August einmal wöchentlich

„Papa, ruf da doch mal an“, hatte der Sohn von Dr. Daniel Günther vorgeschlagen, nachdem er in der Zeitung von der Suche nach einem Frauenarzt für Norderney gelesen hatte. Einige Wochen später ist es spruchreif: Der Gynäkologe mit eigener Praxis in Marienhafe wird voraussichtlich ab August die frauenärztliche Versorgung auf der Insel übernehmen. Einmal wöchentlich, jeweils mittwochs, soll es vor- und nachmittags eine Sprechstunde geben, wie der Norderneyer Bürgermeister Frank Ulrichs und der Geschäftsführer des Krankenhauses Uwe Peters gemeinsam mit dem Mediziner in dieser Woche bekanntgaben. „Ich werde schon lange von Patientinnen angesprochen, ob ich nicht nach Norderney kommen möchte“, erzählte der 46-Jährige im Rahmen des Pressetermins. Er nutzte daher die Gelegenheit und freut sich auf seine Tätigkeit auf der Insel, so der Mediziner.
Sein Studium absolvierte Günther in Marburg und war während seiner medizinischen Laufbahn in verschiedenen Krankenhäusern wie dem Klinikum in Emden tätig. Seit 2012 betreibt er die Praxis in Marienhafe.Auf Norderney möchte Günther das gesamte Leistungsspektrum seiner Praxis anbieten, verriet der 46-Jährige. Dies schließe neben der Krebsfrüherkennung und -nachsorge auch die Schwangerenbetreuung mit ein. Die beiden Standorte würden dafür miteinander vernetzt, sodass auch die Marienhafer Praxis für die Norderneyer Patientin als Anlaufstelle diene. „Es ist dann quasi eine gemeinsame Praxis“, erläuterte Günther.

„Wir als Kommune und auch das Krankenhaus begrüßen das sehr und unterstützen gerne sowohl räumlich als auch finanziell“, ergänzte der Bürgermeister: Die Praxisräume im Krankenhaus müssten nun noch gemäß den aktuellen rechtlichen Anforderungen angepasst und eingerichtet werden, wobei das Krankenhaus als Vermieter die Renovierung übernehme und die Stadt bei der Ausstattung Unterstützung leiste.
Am Mittwochvormittag habe der Verwaltungsausschuss dazu eine Richtlinie beschlossen, um die rechtliche Grundlage zu schaffen. „Wir haben jetzt die Chance, eine nette, freundliche kleine Praxis einzurichten, in der sich alle wohlfühlen können“, so Ulrichs.

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