180 Möwen auf dem Krankenhausdach

Foto: Micevic

Beitrag vom Dienstag, 01. September 2026

180 Möwen auf dem Krankenhausdach

Rund 180 Sturmmöwen haben sich auf den Dächern des Norderneyer Krankenhauses angesiedelt. Das berichtete Bürgermeister Frank Ulrichs in der jüngsten Ratssitzung. Die Stadt sucht nun nach einer Möglichkeit, die Tiere noch vor der nächsten Brutsaison dauerhaft von den Gebäuden fernzuhalten.

Die Kolonie sorge für erhebliche Verschmutzungen an Eingängen, Wegen, Fahrradstellplätzen und Parkflächen. Es ist wirklich unappetitlich und geht zudem mit einer Verkeimungsgefahr einher, sagte Ulrichs. Hinzu komme der Lärm während der Brutzeit und eine Gefahr für die Hubschrauberrotoren.

Sturmmöwen stehen unter Artenschutz, so Ulrichs. Mögliche Vergrämungsmaßnahmen sind daher rechtlich begrenzt. Die Stadt stehe aktuell im Austausch mit betroffenen Kliniken auf dem Festland sowie mit verschiedenen Fachleuten und Behörden, so etwa der Naturschutzbehörde und der Nationalparkbehörde.
Ulrichs sieht dringenden Handlungsbedarf, um noch vor der Brutsaison im kommenden Jahr eine Lösung zu finden. Mögliche Vergrämungsmaßnahmen müssten nicht nur die hohe Windlast auf der Insel berücksichtigen, sondern auch den Hubschrauberlandeplatz. Den Möwen eine attraktive Alternativfläche anzubieten, ist nach seinen Angaben nicht praktikable, da solche Flächen fehlen. Denkbar wäre aus seiner Sicht, die Installation eines flexiblen Netzes über der Dachfläche. Ob dies eine tragfähige und bezahlbare Lösung wäre, ist jedoch unklar