Neuer Mobilfunkstandort Norderney

Foto: DFMG Deutsche Funkturm GmbH

Beitrag vom Donnerstag, 14. April 2022

Zeitnahe Lösung in Sicht

Nachdem der Infrastrukturdienstleister „Deutsche Funkturm“ vor wenigen Wochen seine Sendemasten auf dem Haus Nordseeblick entfernen musste (siehe unsere Ausgabe vom 30.03.2022), zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, mit einem zweiten provisorischen Antennenwagen die Mobilfunkversorgung auf Norderney nahezu vollständig wiederherstellen zu können. Es habe dazu einen „vielversprechenden“ Vor-Ort-Termin auf dem Gelände der Norderneyer Reha-Klinik gegeben, berichtete Pressesprecher Benedikt Albers auf Nachfrage: „Mit dabei waren neben unseren Experten auch Vertreter der Stadtwerke für eine Stromanbindung sowie der Verwaltungsdirektor der Klinik. Das erste Fazit: die Rahmenbedingungen passen, um hier temporär einen provisorischen Antennenwagen aufzustellen, der die Netzabdeckung spürbar verstärkt. Wir sind nun dabei, mit allen Beteiligten die notwendigen Verträge und Planungen zu konkretisieren und sehr zuversichtlich, dass wir hier eine gute Lösung umsetzen können.“ Parallel suche das Unternehmen weiter nach einer geeigneten Fläche für einen langfristigen Mobilfunkstandort, so Albers. Die Eigentümerversammlung des Hauses Nordseeblick habe weitere Verhandlungen über eine Nutzung der Dachflächen für die Mobilfunkversorgung abgelehnt.

Im Vorfeld des Termins waren bereits mit Unterstützung der Stadt Norderney verschiedene Standorte untersucht und genaue Messungen durchgeführt worden, „um die möglichen Standorte, um die wir uns bemühen, besser bewerten zu können“, so Albers. Mit der zweiten Sendeanlage solle die Versorgung vor allem im Bereich der Promenade verbessert werden.

Weiterhin zu Gesprächen bereit

Unterdessen hat die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) des Hauses Nordseeblick die Aussage der Deutschen Funkturm zurückgewiesen, sie habe Verhandlungen über eine weitere Nutzung der Dachflächen abgelehnt.

„Die Räumung des Antennenstandortes wurde erforderlich, da mit der DFMG trotz nachhaltiger Bemühungen der WEG Nordseeblick keine Einigung über einen Anschlussvertrag zur Nutzung des Antennenstandortes erzielt werden konnte“, teilte die Eigentümergemeinschaft in einer Stellungnahme mit: „Die mit der DFMG nach Kündigung des Vertrags im Dezember 2020 geführten Verhandlungen führten zu keinem Ergebnis, insbesondere weil die DFMG auf das letzte Vertragsangebot der WEG vor Vertragslaufzeitende am 31.12.2021 nicht reagierte.“ „Irritierend“ sei vor diesem Hintergrund auch die Aussage der DFMG, sie habe den Standort kurzfristig verloren, heißt es weiter. Es habe ausreichend Gelegenheit bestanden, sich über eine fortgesetzte Nutzung zu einigen oder geeignete Ersatzstandorte ausfindig zu machen.

Mit einer Verlängerung der Vertragslaufzeit bis Ende März sei die WEG dem Unternehmen entgegengekommen und „wäre selbstverständlich auch noch zu einer weiteren Verlängerung bereit gewesen, wenn sie seitens der DFMG über etwaige ansonsten entstehende Versorgungsengpässe informiert worden wäre, was indes nicht der Fall war“, so die Mitteilung.

Zudem sei parallel zum Jahresanfang mit einem konkurrierenden Mobilfunkanbieter und ebenfalls langjährigem Mieter eine Nutzungsfortsetzung „zu marktgerechten Konditionen“ vereinbart worden, weshalb die Eigentümergemeinschaft ihre Forderungen als angemessen ansieht.
„Die WEG Nordseeblick ist im Übrigen auch weiterhin zu Gesprächen mit der DFGM über eine Fortsetzung der Dachflächennutzung bereit“, so die Mitteilung.

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