Alte Eingangstor zum ehemaligen Campingplatz Booken auf Norderney

Foto: Sykora

Beitrag vom Donnerstag, 05. August 2021

Wohnraum statt Camping

Das Thema Camping auf dem Waldcampingplatz Booken ist vom Tisch. Das 1,5 Hektar große Areal am Waldweg, dessen Eigentümerin die Stadtwerke sind, steht seit 2018 leer, eine Überplanung ist mehrmals gescheitert. Jetzt gibt es eine neue Idee: Die Schaffung von Dauermietwohnraum für Norderneyerinnen und Norderneyer.

Im Rahmen eines Pressegesprächs informierten Bürgermeister Frank Ulrichs und Stadtwerke-Geschäftsführer Holger Schönemann über das geplante Vorhaben: Tinyhäuser und Modulbauten mit Wohnraum von 24 bis 95 Quadratmetern, in nachhaltiger Weise gebaut, sollen anstelle von Wohnwagen und Zelten das Wohnraumproblem auf der Insel abschwächen.

Neue Wege gehen

40 bis 50 Wohneinheiten könnten künftig auf dem Gelände das Zuhause von Norderneyern werden. Es soll dort ein angenehmes Wohnambiente geschaffen werden. Auch was den Verkehr angeht, sollen neue Wege beschritten werden, so der Stadtwerkechef und zählte als Ideen Car- und E-Bike-Sharing auf.

Vorhaben realisierbar

Die Stadtwerke haben sich bereits Informationen zu den Häusern eingeholt, die Stadt hat geprüft, ob das Vorhaben rechtlich wegen des Trinkwassereinzugsbereiches machbar ist und sich im Rahmen einer Videokonferenz mit dem Landkreis Aurich und der Unteren Wasserschutzbehörde ausgetauscht, berichten Ulrichs und Schönemann. Die Behörden haben signalisiert, dass diese Art Wohnform realisierbar ist und wohlwollend begleitet wird, so Ulrichs.

Auch die Gesellschafterversammlung der Stadtwerke hat den Plänen zugestimmt und den Auftrag erteilt, das Vorhaben weiter zu verfolgen. Schönemann freut sich über die Entscheidung: „Das ist für Norderney ein gutes Zeichen, die Fläche wieder den Norderneyern zurückzugeben.“ Der Kauf des 1,5 Hektar großen Areals im Jahr 2013 hatte seinerzeit das Ziel, die Fläche für die Insel zu erhalten und nicht an einen festländischen Investor zu verlieren, erinnert Ulrichs in dem Zusammenhang an die Vorgeschichte.

Gut für die Insel

„Das ist eines der besten Projekte seit langem, die wir auf den Weg gebracht haben“, zeigt sich auch der Bürgermeister begeistert und bezeichnet das Vorhaben als Modellprojekt. „Das ist gut für die Insel“, so Ulrichs.
„Jetzt kommt die echte Arbeit“, weiß Schönemann: Es muss ein Bebauungsplan auf den Weg gebracht und eine EU-weite Ausschreibung verfasst und veröffentlicht werden. „Die Stadtwerke haben eine tolle Vorarbeit geleistet“, lobt Ulrichs. „Das Ziel ist, mit der Umsetzung im nächsten Jahr zu beginnen“, so Schönemann.

Verfasst von Sabine Sykora

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