Teilnehmer der Deichschau auf dem Norderneyer Westdeich

Foto: Linke

Beitrag vom Donnerstag, 04. November 2021

Vom Westdeich bis in den Inselosten

Über den Sommer hinweg hatte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die über einhundert Jahre alte Betonbefestigung des Norderneyer Westdeiches auf einer Länge von 400 Metern zu einem modernen Deckwerk umbauen lassen. Die zehn Meter breite Berme, die zukünftig als Promenade dienen wird, ist nun freigegeben, und so begann auch die diesjährige Herbstdeichschau mit einer Befahrung der Strecke, bevor die weiteren Küstenschutzanlagen der Insel inspiziert wurden.
Die Gruppe bestehend aus Theo van Hoorn, Leiter des Aufgabenbereichs Planung und Bau sowie weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesbetriebs und Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Norderney und der Kurverwaltung, der Nationalparkverwaltung, des Landkreises Aurich und des Domänenamts Norden, nahm an diesem Tag insgesamt zehn Kilometer Hauptdeiche, zwölf Kilometer Schutzdünen, fünf Kilometer Deckwerke und 32 Buhnen in Augenschein.

Kugelbake: Dünenstärke noch ausreichend

Das Ergebnis: „Die Deiche auf der Südseite der Insel mit Westdeich, Hafendeich, Südstrandpolderdeich und Grohdepolderdeich sind allgemein in einem guten Pflegezustand“, berichtet NLWKN-Pressesprecher Carsten Lippe. Auch alle Deckwerke vom Westbad bis zum Cornelius am Nordbad zeigten keine Schäden.

Weiterhin sehr niedrig sei hingegen die Strandlage im Bereich der Kugelbake östlich der letzten Buhne X zwischen Stadt und Weißer Düne: „Die ersten erhöhten Wasserstände infolge des ersten Herbststurms letzte Woche haben bereits zu leichten Abbrüchen geführt. Die Dünenstärke ist aber immer noch ausreichend.“ Der NLWKN beobachtet und kontrolliert den Bereich sehr intensiv: „Bei weiteren Sturmfluten wird hier mit weiteren Dünenabbrüchen gerechnet“, so Lippe. Alle weiteren Schutzdünen und die Strandverhältnisse seien ausreichend.
Teilweise leichte Schäden weisen laut Lippe allerdings die Buhnen der Insel auf, die unter anderem auf das Alter der teils über einhundert Jahre alten Bauwerke zurückzuführen sind: „Hier sind in den Folgejahren Instandsetzungen erforderlich.“

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