Beitrag vom Freitag, 15. Mai 2026
Paraffin an den Inseln angespült
An den Stränden der westlichen Ostfriesischen Inseln ist vermehrt Paraffin angespült worden. Wie die Wasserschutzpolizei Emden mitteilt, hatte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (Nlwkn) Anlandungen auf Borkum über eine Länge von rund 20 Kilometern über eine nicht genau bestimmbare Menge von Paraffinstücken gemeldet. Auch im westlichen Strandbereich der Insel Juist wurden Anlandungen festgestellt. Auf Norderney sind im Bereich des Westkopfes ebenfalls Paraffinstücke mit Durchmessern von fünf bis zehn Zentimetern im Spülsaum zu finden.
Die Wasserschutzpolizei hat nach eigenen Angaben die Ermittlungen aufgenommen, Gefährdungen für die Touristik könnten derzeit ausgeschlossen werden.
Paraffin wurde in den vergangenen Jahren immer wieder angespült und gelangt vor allem bei Tankwaschungen von Seeschiffen ins Meer. Zwar sind alle Schiffe, die diese Stoffe in einem Hafen entladen, verpflichtet, dort eine erste Tankwaschung durchführen und das dabei entstehende Waschwasser an Land zu entsorgen. Eine zweite Waschung auf See ist jedoch weiterhin zulässig. Die weiß-gelben Paraffinklumpen sind an den Stränden grundsätzlich zwar unbedenklich, sie können jedoch Begleitstoffe aus den Tankwaschungen enthalten. Wer am Strand unterwegs ist, sollte sie daher nicht anfassen.
Verfasst von Dorothee Linke
Abgelegt unter
Nächster Artikel
19. Mai 2026



