Beitrag vom Mittwoch, 11. November 2020

Päckchen für Kinder in Armut: Mindestens die Hälfte schaffen

Corona hat auch Auswirkungen auf den Weihnachtspäckchenkonvoi von den Service-Clubs Round Table und Ladies Cycles. Die Organisatoren rechnen mit einem starken Rückgang an Päckchenspenden im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Auch die Norderneyer in Michaela Bodenstab, die seit Jahren zu dieser Aktion auf der Insel aufruft, stellt fest: „Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind es deutlich weniger Päckchen bei den Abgabestellen.“ Aufgrund der Pandemie sei es nicht selbstverständlich, dass die Menschen Weihnachtspäckchen packen, sagt sie im persönlichen Gespräch und zeigt Bewunderung für die Organisatoren des Konvois. Gerade während der schwierigen Zeit in der Pandemie sei es für die vielen Jungen und Mädchen schöner, zu Weihnachten ein Geschenk zu bekommen. Diese Kinder leben in Waisenhäusern und Kinderheimen in Bulgarien, Moldawien, Rumänien und in der Ukraine und für viele von ihnen sei es das Einzige, was sie zum Fest erhalten werden. 

Alle Ziel- und Durchfahrtsländer der vielen bunten Päckchen zählen zurzeit zu den Corona-Risikogebieten. Für die Organisatoren des Konvois steht die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten an oberster Stelle und so wird es erstmalig in diesem Jahr keine Personen geben, die den Konvoi auf seiner Fahrt begleiten und unterstützen. Die Verteilung wird daher durch Kooperationspartner vor Ort organisiert werden.

Mehr denn je werde die Qualität der Päckchen im Vordergrund stehen. Die Akteure seien verstärkt auf gute Zuarbeit angewiesen und wenden sich an die Mitorganisatoren, Sammelstellen und Bürgerinnen und Bürger, die Weihnachtspäckchen sicher zu verpacken und gut sichtbar mit Alter und Geschlecht zu kennzeichnen. Die Situation sei in diesem Jahr sehr besonders und so „können wir beim Verteilen kein Auge auf die Qualität der Päckchen haben, dieses Auge müsst ihr für uns beim Einsammeln und Sortieren sein.“

Michaela Bodenstab hofft noch in den kommenden zwei letzten Sammelwochen auf viele Päckchen und appelliert: „Jedes kleine Päckchen bringt ein Kind zum Strahlen“, gerade jetzt sei das so wichtig. Es komme auf jeden einzelnen an, denn der Basar zugunsten der Aktion muss coronabedingt in diesem Jahr ausfallen. Möglicherweise, sagt sie, werden die Mädchen und Jungen in den vierten Klassen der Norderneyer Grundschule gemeinsam Päckchen packen – ganz nach dem Motto von Kindern für Kinder. Das war in den vergangenen Jahren ein Highlight.

Das kann rein

Der Inhalt der Päckchen in der Größe eines Schuhkartons sollte Mädchen als auch Jungen Freude bereiten. Das könnten Malstifte, Kuscheltiere, Hygieneartikel, Mal- und Schulbedarf oder Spielsachen sein. Auch neue Kleidung, wie Mütze, Schal oder Handschuhe sind hier gut aufgehoben. Auf der Fahrt geht es auch schon mal holprig zu, daher bitten die Organisatoren den Schuhkarton transportsicher und mit Geschenkpapier zu verpacken. Wichtig: Kennzeichnen Sie das Präsent gut sichtbar mit den Angaben von Alter und Geschlecht oder notieren Sie: Kindergarten, Grundschule oder Teenager.

Letzter Abgabetermin

Letzter möglicher Abgabetag ist in diesem Jahr der 20. November, so Bodenstab. Für die Kosten des Transportes wird auch in diesem Jahr wieder um eine Spende von zwei Euro pro Päckchen gebeten. Dann werden die Pakete zur Sammelstelle ans Festland nach Wiesmoor gebracht und im Zentrallager gemeldet. Weitere Infos zur Aktion unter weihnachtspaeckchenkonvoi.de.

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