Beitrag vom Dienstag, 02. Februar 2021

Norderneyer Glasfaser bis in die letzte Straßenecke

Die Pandemie warf auch die Glasfaserausbaupläne der Stadtwerke durcheinander, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Holger Schönemann in einem Live-Video auf der Facebookseite des Unternehmens.

„Wir arbeiten mit zwei Teams“, so Schönemann zum aktuellen Stand. Die einen würden sich vom Birkenweg über die Richthofenstraße / Jann-Berghaus-Straße zum Knotenpunkt auf dem Stadtwerke-Gelände vorarbeiten, die anderen würden vom Knotenpunkt Südwesthörn 6 kommen und sich über die Hafen- und Mühlenstraße zu dem gleichen Punkt vorarbeiten, erläutert der Stadtwerkechef die Vorgehensweise. Hintergrund sei, dass dadurch das sogenannte Backbone, also die Verbindung der verschiedenen Knotenpunkte, erfolge und damit dann später die Nordhelmsiedlung verbunden werde. Im Februar komme auch noch ein weiteres Team auf die Insel und werde sich um den weiteren Bau in der Nordhelmsiedlung kümmern. Die jeweiligen Anwohner würden etwa zwei Wochen vor Beginn der Arbeiten an ihrer Straße informiert.

Im Oostland müssten die einzelnen Schritte unter Berücksichtigung der Belange des Naturparks festgelegt und abgestimmt werden. Auch müsse dort zwischen Arbeiten an der bestehenden Infrastruktur, also bereits vorhandene Leerrohre, und Neuverlegungen unterschieden werden. Im Gewerbegelände werde man vermutlich im Sommer beginnen, da dort die Lärmschutzverordnung größere Freiheiten erlaube.

Der Ausbau werde laut Plan bis Mai 2022 dauern. Der Fortschritt hänge aber immer von den jeweiligen Gegebenheiten ab. Sie hätten es schon erlebt, dass die Tiefbauer auf brechharten Beton gestoßen seien, was die Arbeiten verzögert hätte. Normalerweise könnten die Arbeiter am Tag auf einer Länge von etwa 120 Meter die Leerrohre einbringen. An diesem Tag seien es nur 35 Meter gewesen, erinnert sich Schönemann. Ziel sei der 100-prozentige Ausbau auf der Insel. „Wir gehen bis in die letzte Straßenecke“.

Verfasst von

Grafik: Stadtwerke Norderney

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