Beitrag vom Dienstag, 28. April 2026
Mühle: Stadt drückt auf Pausetaste
Die Stadt Norderney legt ihre Pläne für die Mühle „Selden Rüst“ vorerst auf Eis. Grund sind deutlich gestiegene Baukosten und die bislang erfolglose Suche nach einem geeigneten Pächter.
2022 hatte die Stadt das denkmalgeschützte Wahrzeichen gekauft, um es dauerhaft zu sichern und wieder stärker ins öffentliche Leben einzubinden. Geplant war eine neue Gastronomie mit modernem Anbau, während die historische Mühle erhalten bleibt. Doch die Umsetzung erwies sich als kompliziert. Alte Anbauten, fehlende Barrierefreiheit, enge Keller- und Küchenbereiche sowie zahlreiche Vorgaben durch Denkmalschutz, Brandschutz und Bauordnung machten die Planung aufwendig. Gleichzeitig stiegen die Kosten zuletzt auf bis zu vier Millionen Euro. Im Haushalt waren ursprünglich 2,7 Millionen Euro vorgesehen. Hinzu kommt: Trotz zweier Ausschreibungsrunden fand sich kein passender Betreiber, mit dem das Projekt in eine gemeinsame Richtung hätte entwickelt werden können. Aus Sicht der Stadt ist das jedoch Voraussetzung, damit spätere Abläufe in Küche und Gastronomie praxisgerecht geplant werden.
Ganz beendet ist das Vorhaben jedoch nicht. Die Stadt will die Planungsergebnisse als Bauantrag einreichen, um sich eine genehmigte Planung zu sichern. Diese ermöglicht eine ganztägige Nutzung und bietet bis zu 70 Gastroplätze sowie den Vorplatz für eine Außengastronomie.
Mühle: Stadt drückt auf Pausetaste
Eine Baugenehmigung wäre zunächst drei Jahre gültig und könnte verlängert werden. In dieser Zeit sollen Kosten geprüft und Fördermöglichkeiten gesucht werden.
Für Leben am Standort soll dennoch gesorgt sein. Nach der Zwischennutzung mit der Mühlenbox soll nun ein ähnlicher Betrieb auf dem Vorplatz mit einem Sommergarten-Konzept einzug halten. Der Start ist bis spätestens Anfang Juni geplant.
Verfasst von Anja Pape
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