Landkreis warnt vor Vogelgrippe

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Beitrag vom Donnerstag, 27. Oktober 2022

Landkreis warnt vor Vogelgrippe

Die Auricher Kreisverwaltung hat aufgrund eines Ausbruchs der hochpathogenen Geflügelpest H5N1 (Vogelgrippe) am Dienstag eine Allgemeinverfügung erlassen. Darin werden eine Schutz- und eine Überwachungszone um die betroffene Nutztierhaltung in der Gemeinde Großheide definiert. Die Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern und die Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern betreffen dabei auch Teile des Landkreises Wittmund. Da es sich bei der betroffenen Haltung um eine sogenannte Kleinsthaltung handelt, werden innerhalb der Zonen keine weiteren Beschränkungen festgelegt. Der betreffende Tierbestand wurde geräumt.

Der Landkreis appelliert vor dem Hintergrund aktuell vermehrt auftretender Fälle in der Region an alle Halter von Nutzgeflügel, ihre Bestände genauestens im Blick zu behalten. Kontakt des eigenen Tierbestands zu Wildvögeln sollte unbedingt vermieden werden, um dadurch einen potentiellen Virus-Eintrag zu verhindern.

Ranger bitten um Abstand zu Tieren

Die Norderneyer Ranger bitten in diesem Zusammenhang, sich grundsätzlich von freilebenden Tieren auf der Insel fern zu halten und einen möglichst weiträumigen Abstand zu halten, um den Lebensraum der Tiere zu schützen. „Oft sind Hilfen von Menschen gut gemeint, aber sie verschlechtern die Situation für die Tiere mit ihrem Eingreifen dramatisch“, betont die Norderneyer Rangerin Frauke Gerlach im Gespräch. „Die Tiere benötigen vor allem anderen Ruhe, gerade wenn es ihnen einmal nicht so gut geht“, klärt sie auf. Ein Eingreifen sei daher zu keiner Zeit nötig.

Alle wildlebenden Tiere stehen sowohl durch die Vogelbeobachter des NLWKN sowie durch die beiden Inselranger auf ihren regelmäßigen Einsatztouren durch den Nationalpark unter einer sehr gewissenhaften Beobachtung und Sorge, versichert Gerlach. Zu diesem Zweck sind auch technische Mittel im Einsatz.
„Wiederkehrend wird auf Norderney auch die Vogelgrippe unter den Wildvögeln festgestellt“, was ein weiterer Grund ist, sich freilebenden Tieren auf keinen Fall zu nähern und Hunde an der Leine zu führen, so Gerlach weiter.

Das Grippevirus hatte vor allem im Sommer dieses Jahres auf den Ostfriesischen Inseln und auf Helgoland gewütet. Es ist durch den Menschen sehr leicht übertragbar. Menschen werden unbemerkt zu Virenträgern und verschleppen die Geflügelpest weiter im Nationalpark oder verbreiten den Erreger über sehr weite Strecken in andere Landesteile. Auch an den Teichen der städtischen Parkanlagen wie dem Spielplatz Kap Hoorn oder der Napoleonschanze halten sich Wildvögel auf, daher ist es auch hier sinnvoll, Abstand zu Tieren zu halten.

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