Kirchenamt übernimmt das Kükennest

Foto: Privat

Beitrag vom Mittwoch, 20. Juli 2022

Kükennest: Neuer Träger ist in Sicht

Nachdem der integrative Kindergarten am Weststrand in den vergangenen Jahren in eine finanzielle Schieflage geraten war, bahnt sich nun eine Übernahme durch das Kirchenamt für das Kükennest an. Das berichtete Bürgermeister Frank Ulrichs auf der vergangenen Sitzung des Sozialausschusses und kommentierte: „Uns freut das sehr, weil wir damit einen bekannten, bewährten und starken Partner im Boot haben.“ Aus seiner Sicht ergeben sich gute Synergien für beide Einrichtungen, besonders im Hinblick auf die Personalabdeckung.
Das sieht auch der Vorsitzende des Elternvereins der Frühförderungsgruppe Kükennest Tobias Schnippering so. Aus seiner Sicht ermöglicht eine Trägerschaft durch das Kirchenamt neben der großen Betreuungssicherheit auch eine bessere fachliche Kompetenz, denn aktuell gebe es im Kükennest keine Heilpädagogische Fachkraft. Die Personalbeschaffung dieser Fachkräfte habe sich immer als schwierig erwiesen, berichtete Schnippering.

Der Verein versuchte aus diesem Grund in der Vergangenheit eigene Mitarbeiterinnen fortzubilden. Schnippering ist sich jedoch sicher, „es kann so einfach nicht mehr weiter funktionieren.” Die Last für die ehrenamtlich geführte Einrichtung ist zu groß. In der in den kommenden Tagen anstehenden Mitgliederversammlung wird es nun darum gehen, den Vorstand vollständig zu besetzen, informierte Schnippering. Der Bürgermeister schilderte die Situation des Vereins auf der vergangenen Sitzung des Sozialausschusses so: „Gleichzeitig ist es aber so, dass die Anforderungen und Ansprüche sowie rechtlichen Vorgaben und finanziellen Abwicklungen einer solchen Einrichtung inzwischen dermaßen kompliziert geworden sind, dass es ehrenamtlichen Personen, die nebenbei einem völlig anderen Beruf nachgehen und sich nach Feierabend oder am Wochenende einer solchen Aufgabe widmen – mit einer sehr hohen Verantwortung – kaum noch zumutbar ist.”

Dem Verein sei sehr wohl bewusst, dass es um die Existenz und Aufrechterhaltung dieser Einrichtung gehe. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Vorstand aus diesem Grund aktiv einen neuen Träger gesucht und das Kirchenamt, das auch Träger der Kindertagesstätte am Kap ist, angesprochen. „Man war dort sehr aufgeschlossen und kooperativ und ist sofort auf die Insel gekommen”, berichtete Ulrichs von den gemeinsamen Beratungen.

Wann das Kirchenamt die Einrichtung übernehmen könnte, ist noch unklar. Annette Korth vom Kirchenamt in Aurich zeigte sich jedoch zuversichtlich und erklärte: „Es hat gute Gespräche gegeben, und auch die Stadt, das zuständige Jugendamt und der Elternverein als jetziger Träger haben das Vorhaben grundsätzlich befürwortet.“ Aus Sicht des Kirchenamtes plädierte Korth für einen Trägerwechsel zum 1. November, denn dann müssen Anträge für die Landesmittel erneut gestellt werden.

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