Der integrative Kindergarten Kükennest am Weststrand

Beitrag vom Donnerstag, 22. Juli 2021

Kükennest: Insolvenz ist vom Tisch

Die drohende Insolvenz des Trägervereins der Frühförderungsgruppe Kükennest ist abgewendet. Wie der Norderneyer Bürgermeister Frank Ulrichs in einer Pressemitteilung bekanntgab, sollen die finanziellen Rückforderungen des Landes Niedersachsen in Höhe von 73.000 Euro aus dem kommunalen Haushalt ausgeglichen werden. Diese Entscheidung habe der Verwaltungsausschuss einstimmig in einer Sitzung am vergangenen Mittwoch beschlossen. „Da diese Summe im kommunalen Haushalt aufgrund deren vorherigen Unkenntnis nicht berücksichtigt werden konnte, muss die Deckung noch geklärt werden“, so die Mitteilung.

Der Trägerverein der Kindertagesstätte Kükennest hatte in der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Soziales, Schulen, Sport und Kultur von den erheblichen finanziellen Rückforderungen des Landes Niedersachsen und einem darüber hinaus bestehenden strukturellen Fehlbedarf für die Einrichtung berichtet. „Infolge dieser finanziellen Schieflage drohte dem Verein ein Insolvenzverfahren, womit der weitere Betrieb akut gefährdet war“, so die Mitteilung. Der Verwaltungsausschuss habe sich daher mit dieser Problematik, wie auch mit der Struktur des Vereins und der Tagesstätte an sich befasst: „Auf der Agenda standen als Themen neben dem aktuellen und langfristigen Zuschussbedarf der Einrichtung auch die gerechte Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Umgang mit Inklusion und Integration sowie die künftige Zusammenarbeit zwischen Stadt Norderney und Kükennest.

Politik und Verwaltung stellten sich deutlich hinter den Trägerverein und die gute Arbeit des Kükennestes.“
Weiter sei beschlossen worden, mit dem Trägerverein einen Vertrag für einen künftigen Defizitausgleich durch die Kommune auszuarbeiten, heißt es weiter: „Ein gesondertes wirtschaftliches Risiko stellt dabei die Betreuung von Kindern mit besonderen Förderbedarfen dar, da diese mit speziellen finanziellen Zuschüssen aber auch einem individuellen Personalbedarf verknüpft ist. Dieses Thema ist traditionell und fachlich beim Kükennest gut verortet gewesen, so dass man mit der neuen Vertragslage auch die damit einhergehenden Wagnisse auffangen möchte. Daneben soll die benötigte spezielle Zusatzqualifikation für eine Inklusive Betreuung gefördert werden.“
Durch eine neue Vereinbarung solle dem Trägerverein weiterhin ermöglicht werden, dem Personal eine den öffentlichen Tarifen angepasste Bezahlung anzubieten, so die Mitteilung: „Diese Maßgabe wird im Sinne sozialer Gerechtigkeit und der Konkurrenzfähigkeit am Arbeitsmarkt als notwendig und gerechtfertigt angesehen und bedeutet eine erhebliche Verbesserung für die Beschäftigten.

Unmissverständlich wurde außerdem die deutliche Forderung in Richtung Land Niedersachsen und dem Landkreis Aurich als originär verantwortliche Stellen erhoben, sich künftig angemessen an den Aufwendungen zur Kita-Förderung zu beteiligen haben, was aktuell leider nicht der Fall ist.“

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