Blick auf das Inselkrankenhaus auf Norderney

Foto: Sykora

Beitrag vom Freitag, 15. Januar 2021

Krankenhaus konnte Finanzen stabilisieren

Relativ gut ist das Krankenhaus auf Norderney durch das letzte Jahr gekommen und das auch finanziell. Das berichten der Krankenhausleiter Uwe Peters und Bürgermeister Frank Ulrichs. Obgleich das zunächst nicht abzusehen war. Pandemiebedingt musste die Dermatologie mit dem ersten Lockdown im März zunächst schließen. Erst Anfang August startete die Abteilung wieder mit einer Auslastung von 50 bis 60 Prozent, dabei ist die Dermatologie die für die Einnahmen besonders relevant. „Mehr konnten wir aufgrund des Hygienekonzeptes nicht unterbringen“, erklärt Peters dazu. Das Krankenhaus konnte aber einerseits durch Leistungen aus dem „Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz“ profitieren, wodurch unter anderem der finanzielle Verlust aus den durch die Schutzmaßnahmen bedingt unbelegten Betten teilweise ausgeglichen werden konnte. Und auch die wichtigen Budgetverhandlungen im Oktober mit den Kostenträgern seien sehr positiv verlaufen, resümiert Peters.

Liquidität aufgebaut

Mit Beginn der Pandemie im Frühjahr des letzten Jahres war diese optimistische Prognose noch nicht absehbar gewesen, berichtet Ulrichs. Die Budgetverhandlungen sind von zentraler Bedeutung, weil sie zum einen den Sicherstellungszuschlag verhandeln, der für den Erhalt des Krankenhauses notwendig ist, und zum anderen die defizitäre Belegungssituation des letzten Jahres zu berücksichtigen hatten. Nach Ulrichs Einschätzung konnten sich die finanziellen Verhältnisse im letzten Jahr so stabilisiert werden. Dennoch bleibe die Entwicklung der nächsten Wochen und Monate abzuwarten, so der Bürgermeister. Krankenhausgeschäftsführer Peters freut sich derweil über den Erfolg. „Wir konnten auch wieder eine Liquidität aufbauen“, berichtet Peters stolz.

Stationäre Notfallversorgung sichern

Die erforderlichen Maßnahmen zur Sicherstellung der Voraussetzungen der stationären Notfallversorgung im Krankenhaus Norderney müssen bis zum Mai 2023 abgeschlossen sein. Unter anderen gehört dazu auch grundsätzlich die Vorhaltung eines CT. Allerdings gibt seit kurzem durch das Krankenhauszukunftsgesetz auch die Option, die Betreibung und Auswertung der CT-Untersuchungen durch Telemedizin zu unterstützen und damit anteilige Vorhaltekosten (Radiologe etc.) zu minimieren. Dazu gibt es heute aber noch keinen abschließenden Sachstand, da sich die gesamte Maßnahme noch in der Vorbereitung befindet.

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