Kaufvertrag ist unterzeichnet

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Beitrag vom Samstag, 04. Juli 2026

Kaufvertrag ist unterzeichnet

Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Erhalt des Norderneyer Krankenhauses ist erreicht: Die Stadt Norderney und Insolvenzverwalter Axel Gerbers haben den Kaufvertrag für die Übernahme des Krankenhauses notariell beurkunden lassen. Der Termin in Aurich dauerte nach Angaben der Stadt rund fünfeinhalb Stunden, eine Dauer, die den Umfang des Vertragswerks deutlich macht.

Mit der Beurkundung ist die Übernahme allerdings noch nicht abgeschlossen. Der Vollzug des Kaufvertrags und damit der Übergang auf die eigens gegründete Inselkrankenhaus Norderney GmbH (IKN) ist zum 1. September vorgesehen. Bis dahin müssen noch mehrere formale Voraussetzungen erfüllt werden. Dazu gehört unter anderem die Zustimmung der Gläubigerversammlung im laufenden Insolvenzverfahren.

Bürgermeister Frank Ulrichs spricht von einem wichtigen Erfolg: „Nach fast zwei Jahren intensiver Verhandlungen, unzähligen Gesprächen und der Bewältigung zahlreicher rechtlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen ist es gelungen, die Übernahme des Krankenhauses vertraglich abzuschließen. Das sichert den Fortbestand des Krankenhauses sowie der Arbeitsplätze und gibt den Menschen auf Norderney die Gewissheit, dass die medizinische Versorgung auch künftig zuverlässig gewährleistet bleibt.“

Auch Insolvenzverwalter sieht die Unterzeichnung als entscheidenden Schritt: „Ich freue mich für alle Mitarbeitenden des Krankenhauses, dass der Erfolg greifbar ist. Ich werde die Belegschaft gemeinsam mit dem Geschäftsführer persönlich über den weiteren Ablauf des rechtlichen Verfahrens informieren“, sagt Gerbers. Seit dem Beginn des vorläufigen Insolvenzverfahrens im Oktober 2024 sei der Krankenhausbetrieb ohne Unterbrechung fortgeführt worden. Gemeinsam mit der Stadt hat man gezeigt, „dass ein Insolvenzverfahren immer auch eine Chance für ein Unternehmen sein kann“, so Gerbers.

Mit der Vertragsunterzeichnung ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur kommunalen Trägerschaft getan. Parallel arbeitet die Stadt weiter an der inhaltlichen Neuausrichtung des Krankenhauses. Ein Zukunftskonzept gilt als Voraussetzung, um Fördermittel aus dem Transformationsfonds für die langfristige Sicherung des Standorts zu erhalten.