Kampfmitteluntersuchung am Strand von Norderney

Foto: Privat

Beitrag vom Mittwoch, 16. Februar 2022

Hufeisen statt Sprengkörper

Hufeisen und Stacheldraht gehören eigentlich nicht zu den gesuchten Objekten, auf die sich das Unternehmen EOD & Diving Service spezialisiert hat. Im Auftrag des Übertragungsnetzbetreibers Amprion führen seine Mitarbeiter derzeit Kampfmitteluntersuchungen im Norderneyer Inselosten durch, um die für den Sommer geplanten Bohrungen für die Trassen DolWin4 und BorWin4 vorzubereiten.

Bis jetzt wurden allerdings weder an dem geplanten Startpunkt der Bohrungen nahe dem Norderneyer Leuchtturm Überreste von Kampfmitteln gefunden noch an dem geplanten Austrittspunkt am Strandabschnitt östlich der Oase, berichtete EOD-Geschäftsführer Lars Hinderlich am gestrigen Vormittag. Stattdessen kamen zahlreiche nicht identifizierbare Metallteile ans Tageslicht sowie Hufeisen oder ein Verbindungsstück für Bahnschienen. Bis einschließlich heute sind die Experten noch am Strand anzutreffen, dann sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Stellen, die nun abgesucht werden, waren im vergangenen August im Rahmen einer Untersuchung identifiziert worden, ergänzte Amprion-Projektsprecher Stefan Sennekamp. Im Januar 2022 nahm Hinderlichs Team daraufhin erst den Bereich am Leuchtturm ins Visier, der Strand folgte im Februar. Hierbei kamen zunächst alle Metallteile an die Reihe, die mit dem Spaten erreichbar waren, erläuterte Sennekamp, also bis zu einer Tiefe von etwa einem Meter.

Für tieferliegende Gegenstände kommt seit dieser Woche ein Bagger zum Einsatz, dessen Front und Boden mit einer Panzerung ausgestattet ist. Sollten ein oder mehrere der verbliebenen Gegenstände in mehr als zwei Metern Tiefe liegen, müsste das Loch durch Taucher kontrolliert werden. Er hoffe aber, dass dies am letzten Tag nicht mehr notwendig sei, so Hinderlich.

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