Beitrag vom Dienstag, 23. Juni 2026
Frisia erforscht neue Energiespeicher
Die Reederei Norden-Frisia und die Hochschule Osnabrück wollen die Energieversorgung des Elektrokatamarans Frisia E-1 weiter verbessern. Dazu haben beide Partner ein Forschungsprojekt zum sogenannten bi-direktionalen Laden von Elektrofahrzeugen gestartet. Das neue Projekt befasst sich mit der Frage, wie die Batterien von Elektroautos als zusätzliche Energiespeicher genutzt werden können. Fahrzeuge, die an den Ladepunkten der Reederei in Norddeich angeschlossen sind, sollen dabei nicht nur Strom aufnehmen, sondern bei Bedarf auch wieder Energie abgeben können, so die Reederei. Dieses sogenannte Vehicle-to-Grid-System (V2G) könnte künftig helfen, die Batterien des E-Kat mit einem noch höheren Anteil erneuerbarer Energien zu laden.
Auf dem Gelände der Reederei stehen bereits 242 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Hinzu kommen Photovoltaikanlagen auf Carports mit einer Leistung von 1.600 Kilowattpeak, eine weitere Freiflächenanlage mit 608 Kilowattpeak sowie ein stationärer Batteriespeicher. Durch die Einbindung der Fahrzeugbatterien soll die vorhandene Speicherleistung erweitert werden. Nach Angaben der Projektpartner könnte das System mehrere Vorteile bieten: Der Anteil erneuerbarer Energien würde steigen, Stromnetze könnten entlastet und die vorhandenen Batteriekapazitäten effizienter genutzt werden.
Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Forschungsprojekt „Bi-direktionale Integration von Elektrofahrzeugen“ läuft bis Januar 2027.
Verfasst von Anja Pape
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