Die Abstinenz der Landesbühne hat ein Ende

Foto: Anja Pape

Beitrag vom Donnerstag, 19. Mai 2022

Die lange Abstinenz hat ein Ende

Als Corona ausbrach vor rund zwei Jahren waren die Theater die ersten Einrichtungen, die geschlossen wurden und sie zählten zu den letzten, die öffnen durften. „Das hatte zur Folge, dass wir in den Hochphasen der unterschiedlichen Lockdowns den größten Teil unserer Belegschaft in Kurzarbeit geschickt haben“, berichtet Olaf Strieb, Intendant der Landesbühne Nord, im Gespräch. Die Rettung, so der Intendant, denn eine finanzielle Schieflage konnte damit abgewendet werden und die 110 Beschäftigten blieben in Lohn und Brot. Mit der aktuellen Spielzeit spielt die Landesbühne wieder ohne Unterbrechung in allen zwölf festen und sechs externen Spielorten. Dabei gehört die Reduzierung der Sitzplatzkapazitäten weiterhin zum Geschäft. Trotz aller Maßnahmen und Hygienepläne komme das Publikum nur verhalten in die Häuser.

„Es wird ein hartes Brot, das Publikum wieder zurückzugewinnen“, so seine Einschätzung. Der letzte Auftritt der Landesbühne auf der Insel war aufgrund der Sanierungsmaßnahmen am denkmalgeschützten Kurtheater im September 2019. Dann kam Corona. „Ich freue mich deshalb umso mehr, dass wir im Kurtheater in der kommenden Woche mit dem Ein-Personen-Musical Lola Blau zu Gast sind.“ Norderney beherberge mit dem Kurtheater in seinen Augen, eine der schönsten Spielstätten, in der die Landesbühne gastiert. „Es ist ein wunderbar plüschiges Theater mit einer besonders schönen Atmosphäre. Wir fahren mit der Fähre zur Aufführung und es ist für uns ein herrlich exotischer Spielort“, erzählt der Intendant begeistert. Strieb freut sich neben den Inselgästen nach langer Abstinenz wieder ganz besonders auf die Norderneyer im Publikum.

In der kommenden Spielzeit ab Herbst wird die Landesbühne mit vier Stücken eine bunte Mischung ins Kurtheater bringen. So steht am 6. September das Musicalstück „Hairspray“ auf dem Spielplan, das Strieb inszeniert. Am 14. Oktober geht „Der Untertan“ auf die Bühne. Im nächsten Jahr am 3. April präsentiert die Landesbühne den Norderneyern und Inselgästen mit „Zeugin der Anklage“ ein spannendes Gerichtsdrama von Agatha Christie und am 31. Mai steht die kafkaeske Persiflage und Komödie „Die Gehaltserhöhung“ auf dem Plan, in der die betriebliche Bürokratie nach allen Regeln der Kunst aufs Korn genommen wird. „Wir versuchen einen extrem abwechslungsreichen Spielplan anzubieten“, betont der Intendant und dazu zählen nach seiner Ansicht Klassiker, hochwertige Unterhaltung und zeitgenössische, moderne Stücke gleichermaßen. „Vielleicht kommen wir ja auch mal dazu unser Weihnachtsstück im Kurtheater zu spielen. Das wäre ein Traum“, sagt er.

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