Beitrag vom Freitag, 17. April 2026
BUND Norderney kritisiert Leuchtreklame
Die Bund-Kreisgruppe Norderney hat sich zur Jahreshauptversammlung in Räumen des Watt-Welten-Besucherzentrums am Hafen getroffen und das vergangenen Jahr Revue passieren lassen.
Im Bericht des ersten Vorsitzenden erläuterte Hartmut Andretzke die Schwerpunkte der wichtigsten Projekte. Dazu gehörten unter anderem der Beach-Clean-Up-Day auf dem Ostheller mit dem siebten Jahrgang der Kooperativen Gesamtschule oder die Beseitigung von Springkraut in Kooperation mit der Stadtverwaltung.
Bei dem Springkraut handelt es sich um eine eingeschleppte Pflanzenart, die heimische Pflanzen stark verdrängt. Die Kreisgruppe hat zudem eine Unterschriftenaktion gegen die Befischung der Doggerbank mit Grundschleppnetzen durchgeführt und stellt ehrenamtliche Nationalparkranger.
Bei der Erfassung der Froschwanderung beobachteten die Mitglieder zahlreiche tote Tiere, der Bund führt diese auf eine Missachtung des nächtlichen Fahrverbots in der Richthofenstraße sowie die überhöhte Geschwindigkeiten auf der Deichstraße zurück.
Schwerpunktmäßig befasste sich die Kreisgruppe zudem mit der Erfassung von unnötiger Lichtverschmutzung. Diese wird von den ehrenamtlichen Naturschützern als problematisch eingestuft, da sie Insekten und Vögel massiv irritiert und tötet, so die Gruppe. In diesem Zusammenhang besuchte der Experte Dr. Andreas Hänel die Insel und führte bei Begehungen mit dem Bund zahlreiche Messungen durch, um die Lichtstärke objektiv beurteilen zu können. Dabei geht es dem Bund ausdrücklich nicht um notwendige Beleuchtungen von Wegen und Straßen, sondern um übertriebene unnötige Lichtquellen, wie die blaue Beleuchtung des Wasserturms und vor allem großer Leuchtreklametafeln. Letztere haben in Teilen ein sehr weit reichendes, grelles Licht und sind durch den Wechsel der Anzeigen sehr unruhig für die Augen von Mensch und Tier, so die Bund-Gruppe. Solche wechselnden Lichtquellen sind auf Norderney aus gutem Grund nicht ortsüblich und widersprechen aus Sicht des Bund auch einem sanften und nachhaltigen Tourismus. Daher appelliert der Bund an die Betreiber, diese Werbetafeln auszuschalten.
Verfasst von Anja Pape
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