Beitrag vom Samstag, 18. Juli 2026
880.000 Euro für die Digitalisierung
Mit einem Förderbescheid über rund 880.000 Euro unterstützt das Land Niedersachsen die Digitalisierung zentraler Serviceangebote des Staatsbades. Der niedersächsische Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) überreichte den Bescheid im Conversationshaus an Kurdirektor Wilhelm Loth. Den Minister begleiteten die SPD-Landtagsabgeordneten Karin Emken und Matthias Arends.
„Ich freue mich, dass ich heute gute Nachrichten für Norderney mitbringe und den Förderbescheid für das Projekt ‚Digitale Wellen‘ für Norderney persönlich übergeben kann“, erklärte Tonne bei der Übergabe des Bescheides: „Wir sind überzeugt, dass die geplanten Maßnahmen den Gästen künftig ein noch komfortableres, bequemeres und zukunftsorientiertes Urlaubserlebnis ermöglichen werden.“
„Mit den ‚Digitalen Wellen‘ gehen wir den nächsten wichtigen Schritt auf unserem Weg zu einer modernen, serviceorientierten und zugleich persönlichen Gästebetreuung“, sagte Loth. Mit ihm soll die weitere Vernetzung digitaler Angebote mit den Servicebereichen im Conversationshaus wie der Touristinformation und dem Badehaus realisiert werden.
Diese sollen nun um digitale Service- und Buchungsterminals, Schnellzugängen per QR-Code, moderne Informationsflächen sowie KI-gestützte Serviceangebote ergänzt werden.
Mit diesen digitalen Serviceangeboten möchte das Staatsbad die Gäste künftig in die Lage versetzen, ihren gesamten Urlaub durchgängig digital organisieren zu können.
Bereits jetzt verfügt das Staatsbad mit der App „Norderney – mein Inselassistent“ und der E-Commerce-Plattform über zentrale Bausteine eines umfangreiches Buchungssystem.
Geplant sind unter anderem digitale Lösungen für eine schnelle Anmeldung und einen beschleunigten Zugang, moderne Informations- und Buchungsterminals, digitale Bezahlmöglichkeiten, LED-Informationsflächen, eine verbesserte Besucherlenkung sowie neue Service- und Gästebetreuungsbereiche. Gäste mit Vorabbuchung oder App-Nutzung sollen demnach künftig über QR-Codes schneller und kontaktlos einchecken können.
Der Kurdirektor betonte zudem, dass es nicht um die Abschaffung von persönlicher Beratung gehe. Vielmehr solle die Digitalisierung Wartezeiten und wiederkehrende Routineabläufe reduzieren.
Für die Inselbesucher solel am Ende der gesamte Ablauf wie aus einem Guss wirken, und zwar unabhängig davon, wie viele verschiedene Anbieter und Schnittstellen tatsächlich beteiligt seien. Als Vorbild nannte Loth digitale Buchungsprozesse im Flugverkehr, bei denen Reisende ihre gesamte Reise über eine einzige Buchungsstrecke organisieren könnten. Tatsächlich nutzten inzwischen viele Urlauber selbstverständlich Smartphone, App und digitale Bezahlmöglichkeiten, so Loth, und das Staatsbad registriere monatlich bis zu 2.000 neue Nutzer in der App.
Die persönliche Beratung und Unterstützung bleibe ausdrücklich Bestandteil des Konzepts, dies gelte besonders für Gäste, die Hilfe bei digitalen Abläufen wünschen.
Der Minister lobte das Vorhaben als wichtigen Schritt für die Zukunft des Tourismus. Digitalisierung sei längst keine optionale Entwicklung mehr, sondern Voraussetzung dafür, als touristische Destination wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit der Förderung unterstütze das Land ein Projekt, das den Gästen künftig ein komfortableres und zeitgemäßes Urlaubserlebnis ermögliche. Zugleich ist der Förderbescheid ein Zeichen dafür, dass das Land den eingeschlagenen Weg des Staatsbades für richtig halte. Tonne: „Man muss sich eines klar machen, es ist nicht die Frage, ob man das macht, sondern, wenn man bestehen will, ist die Frage, wie bekommt man das am besten hin.“ Loth: „Unsere Gäste möchten die gewünschten Angebote bequem buchen und unmittelbar nutzen können. Genau dafür schaffen wir nun die Voraussetzungen. Wir freuen uns sehr, dass wir das Projekt umsetzen können, und werden unverzüglich mit den Vorbereitungen für die Umsetzung beginnen.“
Die bauliche Umsetzung beginnt nach Angaben des Staatsbades zunächst im Conversationshaus. Mit den Arbeiten möchte das Staatsbad im Herbst und Winter beginnen. Im Anschluss wird Anfang des kommenden Jahres die Modernisierung des Eingangsbereichs im Badehaus beginnen. Beide Projekte können nicht gleichzeitig umgesetzt werden, da die Einrichtungen während der Umbauarbeiten für Gäste erreichbar bleiben müssen.
Verfasst von Anja Pape
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