Beitrag vom Mittwoch, 28. Januar 2026
Winterfest des Förderkreises: Gefeiert bis in die Nacht
Glitter, Party und viele schräge Sketche – das diesjährige Winterfest vom Förderkreis der Norderneyer Schulen hielt auch in diesem Jahr sein Versprechen für einen kurzweiligen Abend. Die Moderatoren Kim Weinzettl und Christian Curtius sorgten schon zu Beginn mit dem Lied „Wir starten die Rakete“ für Stimmung, bevor das schon klassische Männerballett seinen großen Auftritt auf der Bühne der Aula der Kooperativen Gesamtschule bekam, wie der Norderneyer Morgen erfuhr. Neben mitreißenden Choreografien erlebte das Publikum Szenen erst einer Ehe und dann einer Scheidung, oder auch einen Kaffeeklatsch auf Plattdeutsch, bei dem Kreisverkehr, Mietpreise auf der Insel und der Leerstand von Ladengeschäften munter durch das Heißgetränk gezogen wurden: „Heute nennt man es Pop-Up-Store, früher sagte man: Sie tanzten nur einen Sommer.“ Mitsingen durfte der ganze Saal bei einer bunten Reise durch die Welt der Kinderlieder, bevor sich beim Seniorensport auf dem Trampolin ausgepowert wurde. Auch Hildegard Knef und die Blue-Man-Group bekamen ihren Showmoment.
Norderney-Lied
Höhepunkt des Abends war wie in jedem Jahr das Norderney-Lied, das vorzutragen sich Frauke Bornschein und Stefan Kunze auch in diesem Jahr nicht nehmen ließen. Verkleidet als Mickie Krause und Cindy aus Marzahn brachten sie den Saal mit dem traditionellen Norderney-Lied endgültig zum Kochen. „Auf die Melodie ‚Du hast die Haare schön‘ sang das Publikum den Refrain: ‚Das gibt es nur bei uns auf Norderney‘. „Letztes Jahr auf Norderney war gefühlt nix los, oder?“ stellten sie zunächst fest, fanden dann aber doch allerhand: Radfahrer, die im Kreisverkehr lieber links herum fahren, das Riesenrad an der Stelle, wo früher im Inselkeller gefeiert wurde, das Leben auf der Insel, das „nicht mehr bezahlbar ist“, die Workspaces auf dem Kurplatz, höhere Parkgebühren, reine Kartenzahlung an der Toilette am Norddeicher Hafen – „Das ist nicht mehr zum Lachen“ -, die zu dunkle Straßenbeleuchtung, der Um-Ost-Campingplatz unter Wasser oder die Übernahme des Krankenhauses durch die Stadt – „Gottseidank“. Auch die Technischen Dienste bekamen „ein großes Dankeschön“ für ihren Wintereinsatz in den vergangenen Wochen. Kurz überlegte das Duo, auch für die Bürgermeisterwahlen zu kandidieren, „aber wer soll im nächsten Jahr das Norderney-Lied singen?“
Das Winterfest ging auch nach dem Showprogramm weiter. Gemeinsam wurde gefeiert bis tief in die Nacht. Der Erlös aus der Veranstaltung kommt den Norderneyer Schülerinnen und Schülern zugute.
Verfasst von Dorothee Linke
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