Verwandlung mit Konzept

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Beitrag vom Dienstag, 23. Dezember 2025

Verwandlung mit Konzept

Noch dominieren Holzgerüste, offene Wandfelder und provisorisches Licht das Bild im Besucherzentrum am Hafen. Trotz umfangreichen Umbaus des Ausstellungsbereichs kann man bereits erahnen, wie es in den neuen Ausstellungsräumen nach Abschluss der Handwerksarbeiten aussehen wird:

Am Ende werden die Besucherinnen und Besucher statt von den verschiedenen Stationen in einer dunklen Halle von einer hellen, ruhigen Ausstellung empfangen, in der sich Formen, Farben und Inhalte zurücknehmen und einander ergänzen.

Die neue Ausstellung wird die Besucher intuitiv leiten und das räumlich, genauso wie inhaltlich, erklärt Einrichtungsleiterin Dr. Valeria Bers auf der Baustelle. Ab März öffnet die Einrichtung wieder die Tür mit einem neuen Foyer, einem größeren Shopbereich und einem neuen Ausstellungskonzept, das spannende Einblicke von der Entstehung des Wattenmeers, den aktuellen Einflüssen auf den sensiblen und international bedeutenden Naturraum bis in die Zukunft des Wattenmeeres gibt. Dabei leiten geschwungene Wandflächen den Blick. Weiße Decken mit klaren Linien sorgen für Ruhe und die künftige Farbgebung orientiert sich an Naturtönen des Wattenmeers: Sand, Wasser, Salzwiese. Alles ist darauf ausgelegt, Orientierung zu geben, ohne zu überfordern.

Noch ist nicht alles fertig. Malerarbeiten stehen an, Texte werden abgestimmt, Technik installiert. Doch schon jetzt ist klar: Die Watt Welten bekommen nicht nur einen neuen Anstrich, sondern durchlaufen eine Verwandlung, an dessen Ende ein ganz neuer Blick auf die Einzigartigkeit des Wattenmeeres und seine Bewohner steht.

An den Wänden werden Texte, Grafiken und Bilder direkt Teil der Ausstellung. Statt klassischer Tafeln erzählen großformatige Illustrationen, Fotografien und reduzierte Textblöcke von Lebensräumen, Arten und ihrem Zusammenspiel. Interaktive Stationen laden zum Mitmachen ein. Wer möchte, bleibt stehen, vertieft sich. Wer weitergeht, schreitet in der Entwicklung des Naturraumes Wattenmeer weiter voran.

Erlebbar wird die neue Ausstellung zudem durch eine Audioführung. Sie begleitet die Besucherinnen und Besuchern, um die Inhalte zu vertiefen, ohne die Ausstellung mit Texten zu überfrachten. Dabei werden die Audioinhalte über das eigene Smartphone abrufbar sein. Damit reagiert das Ausstellungsteam auf unterschiedliche Bedürfnisse: Familien, Tagesgäste und Schulklassen finden eine gut verständliche Grundebene, während Interessierte mit mehr Zeit und Neugier gezielt weitere Informationen abrufen können.

Auf halber Strecke wartet ein großes Diorama. Es fasst Landschaften und Lebensräume des Wattenmeers räumlich zusammen und wird ein Ort zum Stehenbleiben. Und natürlich bekommen die Aquarienbewohner ein neues Zuhause in größeren Becken.