Schweinswal tot am Strand

Foto: Jakob Schröder / Wattwelten

Beitrag vom Sonntag, 03. Oktober 2021

Vermehrte Sichtungen von toten Schweinswalen

In letzter Zeit werden entlang der West- und Ostfriesischen Inseln vermehrt tote Schweinswale angeschwemmt. Das berichten die Wattwelten. Schweinswale oder kleine Tümmler sind die einzigen Wale, die in der Nordsee heimisch sind. Im trüben Wasser der Nordsee orientieren sie sich mit Echoortung. Im Meer herrscht jedoch ständig Lärm. Schiffe, Militärübungen oder Bauarbeiten im Meer verursachen Geräusche, die die Orientierung der Wale stören. Wird die akustische Belastung zu groß, verlassen die Wale ihren Lebensraum und besonders laute Geräusche können die Tiere sogar verletzen oder töten.

Lärm unter Wasser setzt den Tieren zu

Die Bauarbeiten an den Windkraft-Anlagen und die Schiffsmotoren seien die größten Krachmacher im Meer – auch in den Meeresschutzgebieten, berichten die Nationalparkranger. Besonders der Neubau von Windkraftanlagen setze den Tieren stark zu. Denn die Fundamente der Anlagen werden mit einer Ramme in den Meeresboden getrieben. Dieser Lärm ist so stark, dass die kleinen Wale Schäden ihres Gehörs erleiden können, heißt es in der Mitteilung. Strandspaziergänger, die einen noch nicht verwesten Schweinswal am Strand finden, sollten die Nationalparkranger oder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Wattwelten informieren. Diese geben die Meldung an die wissenschaftlichen Experten weiter, die die Todesursache feststellen können.
Wer sich über das Thema Meerestiere und Unterwasserschall weiter informieren möchte, findet in der Ausstellung des Wattwelten-Besucherzentrums am Hafen weitere Informationen dazu.

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