So hat Norderney gewählt

Grafik: Votemanager

Beitrag vom Montag, 14. September 2026

So hat Norderney gewählt

Die SPD bleibt trotz Mandatsverlust die stärkste Kraft im verkleinerten Stadtrat. Nach dem vorläufigen Endergebnis kommt sie auf 32,4 Prozent der Stimmen und erhält fünf der künftigen 16 Ratssitze. Die CDU erreicht 23,6 Prozent und sichert sich damit erneut vier Sitze. Die FDP kommt mit 13,34 Prozent wieder auf zwei Sitze, knapp vor den Grünen mit 12,75 Prozent und ebenfalls zwei Sitzen im Rat. Die Freien Wähler holten 10,99 Prozent und erhalten zwei Mandate. Das ist eines weniger als zuvor. Neu im Rat ist die AfD Niedersachsen, die sich mit 5,08 Prozent der Stimmen einen Sitz sichern kann.

Insgesamt haben mehr als 63 Prozent der Norderneyer Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben. Besonders viele Norderneyer Bürgerinnen und Bürger nutzen auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit der Briefwahl. So gingen von den 3.029 Wahlunterlagen der Wählerinnen und Wählern 1.475 per Post ein.

Die neuen Stadträte

Die Norderneyer wählten in den Stadtrat für die SPD Rolf Harms, Axel Stange, Thomas Blömer, Vera Heckelmann und Susanne Bargstaedt. Für die CDU wurden Jann Ennen, Daniel Holtkamp, Dr. Karl-Ludwig Solaro und Silvia Selinger-Hugen gewählt. Die Grünen sind mit Ronny Aderhold und Doris Teriete vertreten. Christian Budde und Bernhard Onnen werden für die FWN im Stadtrat einziehen sowie Florian Ristow und Manfred Hahnen für die FDP. Erstmals wird auch Annette Pohl von der AfD im Stadtrat sitzen.

Bürgermeisterwahl:

Frank Ulrichs bleibt Bürgermeister. Als unabhängiger Amtsinhaber gewann er seine dritte Bürgermeisterwahl mit seinem bislang besten Wahlergebnis. Nach dem vorläufigen Endergebnis erhielt Ulrichs 2.787 Stimmen und damit 92,01 Prozent. Für seine Gegenkandidatin Annette Pohl von der AfD Niedersachsen stimmten 242 Wähler. Sie kam damit auf 7,99 Prozent. Ulrichs erreichte damit nach Angaben des Landesamtes für Statistik das viertbeste Ergebnis der gestern gewählten Bürgermeister in Niedersachsen sowie das beste Ergebnis mit Gegenkandidaten. Er zeigte sich am gestrigen Wahlabend bei der Bekanntgabe der Ergebnisse überwältigt. Das Ergebnis sei ein „riesiger Vertrauensvorschuss für die nächsten Jahre, sagte er. Den Wahlabend verbrachte Ulrichs allerdings im Wahlbüro im Rathaus, wo die Auszählungen für Kreistags- und Stadtratswahl gemeldet werden mussten.

Landratswahl: Die Stimmen für die Landratswahl waren bereits am frühen Abend ausgezählt. Für die Nachfolge des bisherigen Landrates Olaf Meinen (SPD) waren vier Kandidaten angetreten: Olaf Wiltfang (SPD) erhielt von den Norderneyern 49,87 Prozent der Stimmen, Dr. Edith Ulferts (CDU) 24,97 Prozent, Detlev Krüger für die Freien Wähler 16,51 Prozent und Helmut Emkes für die FDP 8,65 Prozent. Entschieden wird die Landratswahl jedoch von den Wahlberechtigten im Landkreis Aurich. Keiner der vier Bewerber erhielt im Gesamtergebnis mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen (Wiltfang 47,47 Prozent, Krüger 26,14 Prozent, Dr. Ulferts 19,68 Prozent und Emkes 6,71 Prozent). Damit werden die Wähler am 27. September erneut einen Landrat wählen müssen.

Kreistagswahl: Auch für den Auricher Kreistag wurde abgestimmt: Die Norderneyer voteten mit 35,03 Prozent für die SPD und mit 26,83 Prozent für die CDU. Die Grünen erhielten 12,5 Prozent und die Freien Wähler 9,99 Prozent. Für die AfD wurden auf der Insel 6,6 Prozent der Stimmen abgegeben. Die FDP erreichte 4,9 Prozent der Norderneyer Stimmen.