Beitrag vom Freitag, 04. September 2020

Sicher und mit viel Applaus gelandet

Der Medienrummel hätte größer nicht sein können, als am Mittwochnachmittag das Elektroflugzeug auf dem Inselflughafen landete. Neben den großen Sendern RTL und NDR, charterte sogar ein Kamerateam von Sat1 spontan auf dem letzten Stopp vor Norderney einen Flieger und flog dem E-Flugzeug zur Insel nach. Auf Norderney endete der dreitägige Flug von der Schweiz nach Norderney. Die beiden Piloten, der Schweizer Pilot und Fluglehrer Marco Buholzer und Zukunftsforscher Morell Westermann, kamen gegen 15.30 Uhr auf dem Norderneyer Flugplatz an und wurden mit einem langen Applaus vieler Schaulustiger sowie mit einer Wasserfontaine von der Norderneyer Feuerwehr begrüßt. „Ich bin geflasht“, sagte der Ideengeber für dieses Projekt, Tobias Pape, als die Piloten die Türen des Fliegers öffneten. Genau das hätten sie erreichen wollen: Aufmerksamkeit.

Der Passagierflug mit dem batterie-elektrischen Kleinflugzeug sei für die meisten reine Zukunftsmusik, so die Initiatoren. Um zu beweisen, dass sie schon heute Realität ist, machten sich fünf Elektro-Enthusiasten am Montag mit dem ersten zertifizierten elektrischen Leichtflugzeug auf den Weg, um von der Schweiz nach Norderney zu fliegen. Ein Teil der Crew fuhr mit E-Autos voraus, um an den jeweiligen Flughäfen alles Notwendige vorzubereiten. Mit im Gepäck hatten sie zugleich die eigene Anforderung, gleich sieben Weltrekorde aufzustellen (siehe Norderneyer Morgen vom 01.09.2020). „Wir beweisen mit unserem außergewöhnlichen Flug: Die Zeit der Elektroflugzeuge ist gekommen“, so die Elektromobilisten, die für das Projekt eigens den Verein „Freunde der Elektromobilität“ in der Schweiz gegründet haben. 200 Kilowattstunden Strom kostete die Flugstrecke von der Schweiz nach Norderney, berichtet Pape. Der Verbrauch liegt damit gleichauf mit dem eines effizienten Elektroautos auf gleicher Strecke.

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