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Beitrag vom Montag, 21. Februar 2022

Schadensbilanz von Orkan Zeynep

Der Orkan Zeynep hielt die Einsatzkräfte auf Norderney in Atem: Zum Teil bis zu 22 Stunden waren die Freiwilligen der Feuerwehr nach ihren regulären Arbeitstagen im Einsatz. Bereits um 16.46 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert und musste bis in die Morgenstunden immer wieder zu Einsätzen ausrücken, so der Bericht der Feuerwehr. Während im Tagesverlauf die Windgeschwindigkeiten immer weiter zunahmen und in Böen bereits bis zu zwölf Beaufort erreichten, begann für die Einsatzkräfte ein kräftezehrender Arbeitseinsatz ohne Pausen. Mit dem ersten Einsatz räumten die Feuerwehrleute einen Baum von der Hafenstraße. Dort hatte eine Böe den Baum entwurzelt und die Zäune der angrenzenden Grundstücke zerstört. Nur wenige Minuten später barg die Feuerwehr eine Solaranlage in einem Garten. Um 17.52 Uhr drohte in der Jann-Berghaus-Straße eine Solaranlage abzustürzen und ein Verkehrsschild wurde in der Poststraße gesichert. Als reichte das nicht bereits, alarmierte die Brandmeldeanlage des Badehauses gleich zweimal wegen eines technischen Defekts. Um 20.43 Uhr sicherten die Einsatzkräfte im Damenpfad einen Müllunterstand, der auf Straße lag. Um 21.25 Uhr rückte die Feuerwehr wegen eines umgestürzten Baumes in der Lippestraße aus und sicherte auf dem Rückweg Kunststoffteile und Bauzäune.
Zudem barg die Feuerwehr zahlreiche umherfliegende Teile. Gegen halb elf lösten sich Teile einer Fassade in der Roonstraße. Hier sperrten die Technischen Dienste die Straße. Um 23.39 Uhr und um 23.40 Uhr mussten weitere Bäume entfernt werden, darunter auch in der Marienstraße, auf einem Privatgrundstück sowie auf dem Zufahrtsweg zum Wasserwerk 2.

#Zeitgleich flogen Dachplatten und Dämmwolle am Hotel König umher und Fahnenmasten bereiteten zunehmend Probleme und wurden demontiert. Um Mitternacht bargen die Einsatzkräfte einen weiteren Baum von der Lippestraße.

Mit dem Tageslicht am Samstagmorgen wurden weitere Schäden entdeckt. So lehnte ein Fahnenmast an der Weststrandbar und drohte wegzukippen und um 8.46 Uhr sicherte die Feuerwehr eine Außenreklame in der Janusstraße und hatte es nachfolgend mit Bereichen zu tun, in denen sich immer wieder Dachziegel lösten und zu lösen drohten.

Es gab aber auch zahlreiche Sturmschäden, die ohne die Hilfe der Feuerwehr bewältigt wurden. So riss der Sturm unter anderem auf dem Gelände der Seeklinik eine rund 200 Quadratmeter große Dachfläche fort. Personen kamen jedoch nicht zu Schaden, da das Haus nicht belegt war, berichtet die Klinik.
Der Bürgermeister Frank Ulrichs lobte die Verlässlichkeit der zahlreichen Einsatzkräfte: „Ich bin froh, dass Norderney nach den apokalyptischen Ankündigungen des Orkantiefs und den extremen Windböen und Hochwasserständen in der Nacht nochmal glimpflich davon gekommen ist, was die Sach- und Personenschäden angeht. Das ist nicht zuletzt auch dem jederzeitigen schnellen und beherzten Eingreifen unserer Freiwilligen Feuerwehr geschuldet, bei der ich mich für den Rund-um-die-Uhr-Dienst herzlich bedanke. Das Gleiche gilt auch für die Polizei, unsere Technischen Dienste und für all diejenigen, die geholfen haben oder aufmerksam waren. Die Insulaner haben sich vorbildlich verhalten und sind überwiegend zu Hause geblieben.

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