Beitrag vom Montag, 23. Februar 2026
Rettung per Hubschrauber
Gerade für die Insel mit ihren rund 6.000 Einwohnern und bis zu 750.000 Urlaubsgästen im Jahr ohne umfassende Spezialmedizin ist die Luftrettung ein zentraler Bestandteil der medizinischen Versorgung. Allein im vergangenen Jahr ist der Rettungshubschrauber von der ADAC-Luftrettung 165 Mal für Norderney alarmiert worden.
Der größte Teil dieser Einsätze entfiel auf sogenannte Sekundärtransporte, bei denen 114 Patientinnen und Patienten vom Inselkrankenhaus in eine Klinik auf dem Festland verlegt wurden. Diese sogenannten Interhospitaltransporte machen deutlich, wie wichtig trotz eines eigenen Krankenhauses die schnelle Anbindung an größere medizinische Zentren für die Insel ist. 33 Mal handelte es sich um Primärtransporte. In diesen Fällen versorgte die medizinische Crew den Patienten direkt am Einsatzort und brachte ihn anschließend per Hubschrauber in eine geeignete Klinik. Drei Mal blieb es bei einer medizinischen Versorgung ohne anschließenden Transport.
Die Luftrettung ist damit ein fester Bestandteil der Notfallversorgung, besonders dann, wenn jede Minute zählt und der Weg auf dem Wasser zu lange dauert.
Für die Küstenregion und die ostfriesischen Inseln ist insbesondere der in Sanderbusch stationierte Rettungshubschrauber Christoph 26 im Einsatz.
Er ist rund um die Uhr einsatzbereit, verfügt über ein Nachtsichtsystem und ist mit einer 90 Meter langen Rettungswinde ausgestattet. Damit sind auch Einsätze im Watt, auf See oder an schwer zugänglichen Orten möglich.
Landesweit verzeichnete die ADAC-Luftrettung im Jahr 2025 insgesamt 5.367 Einsätze in Niedersachsen – rechnerisch also rund 14 Alarmierungen pro Tag. Im Bundesvergleich liegt Niedersachsen damit auf Platz drei hinter Bayern und Rheinland-Pfalz.
Verfasst von Anja Pape
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