Plakate an der Norderneyer Grundschule

Foto: Privat

Beitrag vom Donnerstag, 13. Januar 2022

Plakate in den Schulen „eine Frechheit“

In der Grundschule und am Gebäude der Kooperativen Gesamtschule (KGS) haben Unbekannte Plakate angebracht. Schulleiter Martin Pape ist sauer und das kommt nur selten vor. „Zwei Schülerinnen haben das Plakat in der Pause gefunden“, berichtet er. Irritiert seien sie damit zu ihm gekommen. Der Aushang zeigt eine Fotografie einer Frau mit zwei Kindern die den Mittelfinger zeigen, auf den erhobenen Fingern jeweils die Zeichnung einer Spritze. Deshalb vermutet Pape hinter der Plakataktion Impfgegner. „Es ist eine Frechheit, hier ungefragt das Schulgelände zu betreten“, kommentiert der Schulleiter das Vorgehen. Er befasse sich daher mit dem Gedanken den Fall wegen Hausfriedensbruchs zur Anzeige zu bringen. Für ihn ist zudem klar, jemand hat versucht mit dieser Bildsprache die Kinder in der Schule zu beeinflussen. Er vermutet zudem, dass die Person ortskundig ist, denn der Aushang wurde im sogenannten Tunnel gefunden – dem Verbindungsgang zwischen dem Ost- und Westschulhof.

Verständnis hat der Schulleiter für die Aktion nicht, denn mit viel Aufwand und mit strengen Schutzmaßnahmen versuche die Schule die Kinder vor Infektionen zu schützen. Nicht einmal Eltern dürfen das Schulgelände derzeit einfach so betreten. Und dazu gehören eben auch die Schulhöfe und die Flure. Pape: „Da frage ich mich, was haben wir da noch zu erwarten?“

Neben der Grundschule meldete gestern auch die KGS zwei Plakatfunde. Der Hausmeister hatte diese gestern an den Fenstern der Schulcafeteria und am Hintereingang der Schule entdeckt und entfernt. Schulleiter Jürgen Birnbaum verurteilt das Verhalten der Täter und hat die Polizei über die Funde informiert.

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