Norderney-App: Ein digitales Erfolgsmodell

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Beitrag vom Montag, 23. Februar 2026

Norderney-App: Ein digitales Erfolgsmodell

Als das Staatsbad im Februar 2025 den Start der Norderney-App ankündigte, sprach Kurdirektor Wilhelm Loth damals von einem „digitalen Vorstoß“. Mit einem Projektvolumen von rund 300.000 Euro, finanziert über EU-Fördermittel, sollte eine Anwendung entstehen, die den Aufenthalt auf der Insel „persönlicher, einfacher und komfortabler“ macht.

Der offizielle Start folgte Anfang März 2025, eine Testphase lief daraufhin bis November. „Wir haben uns entschieden, die App in Etappen aufzubauen“, erklärte Loth damals. Zunächst stand der Bereich „Stay“ im Mittelpunkt, also alles rund um den Aufenthalt auf der Insel. In weiteren Schritten sollten auch die Anreise („Pre-Stay“) und später die Nachbereitung der Reise eingebunden werden. Von Anfang an war zudem der Einsatz von Künstlicher Intelligenz vorgesehen, um Inhalte personalisiert auszuspielen.

Inzwischen lässt sich Bilanz ziehen. In der jüngsten Pressekonferenz sagte Loth: „Die App wurde jetzt mittlerweile knapp 32.000 mal gedownloadet, stetig wachsend.“ Für ihn ist das ein deutliches Zeichen: „Wir sind mittlerweile eine der ganz, ganz wenigen Destinationen in ganz Deutschland, die überhaupt eine vertriebsorientierte App haben.“ Und weiter: „Mit 32.000 Downloads sind wir hier echt ein Vorzeigeobjekt.“

Die Norderney-App ist inzwischen deutlich mehr als ein digitaler Veranstaltungskalender. Loth: „Wir merken schon jetzt, dass die Gäste sie wirklich dankend annehmen, auch in den unterschiedlichsten Bereichen. Es werden Inselprodukte gekauft, es wird der Gästebeitrag bezahlt, es wird das Fährticket schon vorher über die App reserviert, der Strandkorb kann über die App gebucht werden. Also tatsächlich ist es wie damals der analoge Reiseführer, nur jetzt für die Hosentasche und noch besser.“ Deshalb liegt für ihn die strategische Bedeutung vor allem in der Weiterentwicklung: „Je mehr Mehrwert, und diese App ist ja in der Entwicklung, je mehr Mehrwert diese App bekommt, desto mehr Bedeutung kriegt sie auch.“

Einen zusätzlichen Erfolg brachte der Adventskalender, der erstmals ausschließlich über die App lief. „Dieses Jahr haben wir uns bewusst dafür entschieden, diesen Adventskalender nur in der App anzubieten.“ Rund 70.000 Menschen nahmen am Ende an dem Angebot teil. „15 Prozent der Gesamtdownloads“ fielen in diesen Zeitraum, dazu kamen „1,2 Millionen Aufrufe“ in den sozialen Medien.

Mittlerweile wird das Projekt auch über Norderney hinaus gedacht. „Wir sind da wirklich absolut die Vorreiter und wir sind jetzt soweit auch, dass wir auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) Gespräche entsprechend mit dem Land führen, das uns hier über europäische Fördermittel unterstützt hat, das Ganze auch für die anderen sechs ostfriesischen Inseln auszurollen“, berichtete Loth weiter. Gelingt dieser Schritt, könnte aus der Norderney-App eine digitale Plattform für die ostfriesischen Inseln werden, entwickelt auf Norderney, genutzt entlang der Küste.

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