MVZ investiert in die Zukunft

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Beitrag vom Dienstag, 14. Juli 2026

MVZ investiert in die Zukunft

Mehr Licht und mehr Vertraulichkeit: Nach der Übernahme durch die Stadt Norderney hat das Medizinische Versorgungszentrum (Mvz) bereits erste Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt. Rund 17.000 Euro investierte die Einrichtung bislang in eine neue Beleuchtung und den Einbau einer Tür, um den Wartebereich vom Empfangsbereich zu trennen.

Bereits vor der Übernahme war nach Ulrichs Aussage deutlich gewesen, dass sich über viele Jahre ein erheblicher Instandhaltungs- und Modernisierungsstau aufgebaut hatte: „In vielen Bereichen entsprach der Zustand der Einrichtung weder den Anforderungen an einen zeitgemäßen Praxisbetrieb noch den berechtigten Erwartungen von Patientinnen, Patienten und Beschäftigten“, schilderte Ulrichs die Lage und kommentierte: „Dass diese Mängel über einen so langen Zeitraum bestehen blieben beziehungsweise toleriert wurden, dürfte nicht zuletzt auf die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre zurückzuführen sein.”

Im März wurde deshalb die Deckenbeleuchtung erneuert. Mehrere Lampen waren seit Jahren defekt, sodass einzelne Bereiche des Mvz ím Dunkeln lagen. Ein Patient brachte sogar einmal eine Stehlampe mit, da das vorhandene Licht nicht ausreichte, berichtete Ulrichs. Für die Arbeiten musste die gesamte Deckenkonstruktion geöffnet werden. Drei Tage blieb die Praxis dafür geschlossen.

Vor Kurzem folgte der Einbau einer Tür zwischen Empfang und Wartezimmer. Sie soll verhindern, dass persönliche Gespräche, Diagnosen oder Terminabsprachen von wartenden Patientinnen und Patienten mitgehört werden müssen. Damit werde sowohl der Datenschutz als auch die ärztliche Schweigepflicht besser gewährleistet.

Die Investitionen werden vom Mvz als eigenständige Gesellschaft finanziert, so Ulrichs. Die Stadt Norderney übernehme als Trägerin des Mvz gegebenenfalls entstehende Betriebsdefizite.

Er sieht die Maßnahmen als einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Zukunft: „Ich wollte nach der Übernahme des Mvz durch die Stadt ganz bewusst ein Signal setzen”. Die Einrichtung müsse organisatorisch und personell zukunftsfähig aufgestell werden, um damit die ambulante medizinische Versorgung auf der Insel dauerhaft zu sichern.

Für die Zukunft sind weitere Maßnahmen geplant, kündigte Ulrichs an und verweist auf die parallel laufenden Gespräche mit dem Beratungsunternehmen Vicondo, um die langfristige Entwicklung des Mvz eng mit der künftigen Ausrichtung des Inselkrankenhauses zu verzahnen.