Kampfmittel1

Grafik: Tennet

Beitrag vom Freitag, 19. März 2021

Kampfmittelräumung startet

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet beginnt heute mit den Bergungsarbeiten in der Nordsee für die anschließende Entschärfung von Altmonition, um den Weg für das Netzanbindungsprojekt Dolwin 6 frei zu machen.
Die Untersuchungen zur Kampfmittelräumung fanden bereits im Sommer 2020 statt und dabei konnten insgesamt zwölf Sprengkörper indentifiziert werden. Es handele sich überwiegend um Artilleriegranaten, die als Blindgänger in der Nordsee überdauerten und für die Arbeiten an der Offshore-Trasse unschädlich gemacht werden müssen, heißt es dazu in der Mitteilung. Auf dem Grund der Nordsee befinden sich immer noch Altlasten aus zwei Weltkriegen, wie Bomben, Minen und Torpedos. Als Übertragungsnetzbetreiber und Bauherr für die Anbindungen von Offshore-Windparks in der Nordsee ist Tennet damit gegenüber seinen Auftragnehmern verpflichtet, sicheren Baugrund zu gewährleisten.
Die Sprengungen und Räumungen der Kampfmittel sind für den Zeitraum zwischen dem 19. März und 30. April 2021 geplant und werden voraussichtlich auf einer Sandbank zwischen Norderney und Juist oberhalb der Wasserlinie stattfinden. Die Arbeiten seien jedoch stark wetterabhängig, weswegen kein konkreter Zeitpunkt der Sprengung nicht genannt werden könne.
Zur Vorbereitung werde Tennet alle Maßnahmen ergreifen, um den See- und Luftverkehr auf die Sprengungen rechtzeitig hinzuweisen, heißt es weiter. Das Gebiet werde zudem zum konkreten Zeitpunkt der Sprengung weiträumig abgesperrt. Man habe von Land aus voraussichtlich keine Sicht auf die Sprengung. Tennet warnt zudem alle außenstehende Personen und fordert ausdrücklich auf, die im Vorfeld ausgewiesenen Sperrzonen nicht zu betreten. Segler und Wassersportler haben den Bereich zwischen den beiden Inseln zu meiden.

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