Beitrag vom Donnerstag, 15. Oktober 2020

Kampfmittelräumung: Meeresboden wird abgesucht

Im Rahmen der Verlegung der Kabeltrasse für das Projekt „Dolwin 6“ des Netzbetreibers Tennet ist derzeit das Arbeitsschiff Johanna Josephine im Flachwasserbereich vor Norderney zu beobachten. Die Besatzung des 38 Meter langen Arbeitspontons sucht den Meeresboden nach Kampfmitteln, wie Torpedos, Bomben oder Minen ab, sagte Anjuli Walter, die Pressesprecherin von Tennet im Gespräch. Zudem seien auch Spezialtaucher im Einsatz, die je nach Strömung und Wellengang den Meeresgrund absuchten. Diese Vorsichtsmaßnahmen sind notwendig, bevor die Seekabel verlegt werden. Tennet habe solche Suchaktionen bisher bei allen vorherigen Projekten gemacht, so Walter. Im Flachwasserbereich vor der Insel sei bisher noch nichts gefunden worden. Allerdings weiter draußen auf See, wo die Sucharbeiten bereits stattgefunden haben, hätten die Besatzung und die Taucher einige Sprengkörper gefunden, die erstmal auf einer Seekarte markiert worden seien. Nach Abschluss der gesamten Suchmaßnahme, die je nach Wetterlage noch zwei oder sogar drei Wochen andauern, würden diese durch den Kampfmittelräumdienst des Landes Niedersachsen kontrolliert gesprengt werden. Über den genauen Zeitpunkt werde der Netzbetreiber vorab die Schifffahrt sowie die Bevölkerung informieren, so Walter und ergänzte: „Es wird wahrscheinlich zwei Sprengtermine geben“. Da die Sprengungen allerdings weiter draußen auf See seien, würde man davon an Land wahrscheinlich nichts mitbekommen.

Im Bereich Strand Oase seien die Sucharbeiten abgeschlossen. Dort wurde außer Karabinerhaken, Blechdosen und sonstiger Metallschrott keine bedrohlichen Gegenstände gefunden, so die Pressesprecherin.

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