Strandkapitän1

Foto: Sykora

Beitrag vom Dienstag, 22. Juni 2021

„Jeder Meter ist anders“

Das Baden in der Nordsee ist etwas anderes als in einem stillen Gewässer, wie etwa einem Frei- oder Hallenbad. Es lauern viele Gefahren. Dazu kommt noch, dass pandemiebedingt weniger bis gar keine Schwimmkurse und Schulschwimmen stattfanden, was ein großes Problem ist, so Strandkapitän Heiko Hoffmann im Gespräch.

Wechselnde Bedingungen

Hoffmann arbeitet seit 1998 am Norderneyer Nordstrand und kennt die Tücken und unsichtbaren Gefahren der Nordsee. „Jeder Meter ist anders“, so Hoffmann. Der Wind dreht und dann sind die Bedingungen im Wasser völlig andere, erklärt der 58-jährige Norderneyer die verschiedenen Facetten der Nordsee. Seine Bitte und ein Appell an die Badegäste ist: „Halten Sie sich an die Vorgaben und baden Sie nur in den ausgewiesenen Badefeldern.“
Außerhalb dieser Badefelder kann es auch für geübte Schwimmer sehr gefährlich werden, da die Strömung an manchen Stellen sehr stark ist und es schwierig wird, wieder an Land zu kommen, betont Hoffmann.
Als Strandkapitän ist Hoffmann mit seinem Team für die Sicherheit der Badegäste verantwortlich. Während der bewachten Badezeit, die mit den rot-gelben Fahnen angezeigt wird, sind drei Rettungsschwimmer auf dem Turm nahe der Wasserkante und haben so jeden Badegast im Wasser im Blick. Ein weiterer Rettungsschwimmer verfolgt das Geschehen von der Promenade aus. Wenn nur die rote Fahne gehisst ist, sind keine Rettungsschwimmer vor Ort und das Baden erfolgt auf eigene Gefahr.
Die Voraussetzungen für diesen Beruf sind sehr hoch. Der erforderliche Rettungsschwimmschein in Silber muss alle zwei Jahre erneuert werden. Außerdem ist es notwendig, eine Erste-Hilfe-Ausbildung absolviert zu haben. Zudem werden regelmäßige Schwimmübungen durchgeführt, um einerseits in Übung zu bleiben und andererseits Strömungsveränderungen wahrzunehmen.

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