Allgemeine Ratssitzung

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Beitrag vom Donnerstag, 31. März 2022

Hilfe steht Norderney gut zu Gesicht

Der Norderneyer Stadtrat gedachte auf seiner Sitzung den Männern und Frauen aus der Ukraine, die versuchen ihr Land unter Einsatz ihres Lebens zu verteidigen. Ratsvorsitzende Silvia Selinger-Hugen rief die Anwesenden zu einer Schweigeminute auf, um diesen Menschen Respekt zu zollen und in der man sich mit den Menschen mitfühlend zeigt, deren Familien durch den Krieg auseinandergerissen worden sind, so die Vorsitzende. Diese Eskalation macht betroffen, wütend und ängstlich, so Selinger-Hugen und erklärte: „Wir verurteilen den völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine ausdrücklich. Auch uns geht diese kriegerische Eskalation etwas an.“ Bürgermeister Frank Ulrichs zeigte sich zudem entrüstet über den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, deren Grenze keine 1.500 Kilometer von Deutschland entfernt liegt. Er bedankte sich bei den Norderneyerinnen und Norderneyern, die in den letzten Tagen und Wochen für die in große Not geratenen Menschen auf unterschiedlichste Art und Weise Hilfe geleistet haben, sei es durch Solidaritätsbekundungen, durch Sach- und Geldspenden oder die Organisation und Durchführung von Hilfstransporten. „Das ist aller Ehren wert“, betonte Ulrichs in seiner Rede. Besonders die Aufnahme von Flüchtlingen und die Bereitstellung von Wohnraum auf Norderney verdiene eine Wertschätzung.

Auf der Insel seien offiziell bislang 16 Menschen aus der Ukraine registriert, die in Privatunterkünften oder auch in Wohnraum des Staatsbades untergekommen sind und denen eine große Hilfsbereitschaft aus der insularen Bevölkerung zuteilwerde. Insbesondere die Ukraine-Initiative unter Thomas Schreiber verdiene besondere Anerkennung, „die sich hier sehr rührig um die Geflüchteten kümmert und versucht zu helfen, wo immer es geht.“ Ulrichs nutzt die Gelegenheit und appellierte an die Inselbevölkerung, die Initiative weiterhin zu unterstützen.

Er unterstrich zudem die Wichtigkeit, dass alle Geflüchteten, die auf Norderney angekommen sind, sich schnellstmöglich in der Anlaufstelle in Norden registrieren lassen, um Hilfen in Anspruch nehmen zu können. Dort, so Ulrichs, können mit der Registrierung unter anderem Leistungsanträge gestellt werden, Beratungen stattfinden und es erfolgt ein Gesundheitsscheck mit Impfangebot und vieles mehr. Die Termine können direkt über das Internet auf den Seiten des Landkreises Aurich gebucht werden. Der Bürgermeister sprach ausdrücklich die Empfehlung aus, sich in dieser Sache an die Ukraine-Initiative auf Norderney zu wenden. Auch die Stadtverwaltung helfe gerne weiter. Insbesondere für Angebote von Wohnraum unterstütze die Stadt bei der Vermittlung.

Weiterhin Unterbringungsmöglichkeiten gesucht

Der Bürgermeister rechnet in den kommenden Wochen und Monaten mit einem weiteren, großen Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten und erklärte: „Ich würde es sehr begrüßen, wenn sich bei geschätzten 25.000 Gästebetten auf der Insel und allgemeinem Wohlstand noch die eine oder andere Option bei uns auftäte. Ich bin überzeugt, dass uns das gut zu Gesicht stünde. Ebenso sind sämtliche Hilfsangebote jederzeit willkommen.“

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