Beitrag vom Montag, 08. Dezember 2025
Havarie zwischen Juist und Norderney
Zwischen den ostfriesischen Inseln Juist und Norderney ist das Bestattungsschiff Aegir mit zehn Menschen an Bord auf Grund gelaufen. Die Seenotretter brachten die sieben Passagiere und ein Besatzungsmitglied in Sicherheit. Die beiden übrigen Besatzungsmitglieder blieben an Bord.
Im Einsatz waren der Seenotrettungskreuzer Eugen sowie das Seenotrettungsboot Wilma Sikorski, beide von der Station Norderney sowie die Otto Diersch von der Station Norddeich der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).
Die Aegir lief am frühen Nachmittag im Seegatt vor der Ostspitze Juists auf Grund. Südlicher Wind bis vier Beaufort und starker Ebbstrom drückten das 21 Meter lange Schiff auf Legerwall und so befand sich das Schiff in einer Lage, aus der es sich nicht selbst befreien konnte, so die Seenotretter.
Der Seenotrettungskreuzer Eugen erreichte den Havaristen weniger als hundert Meter nordöstlich der Insel Juist zügig. Der erste Schleppversuch scheiterte jedoch: Die Leine riss, das Schiff saß zu fest. Auch die Schnellfähre Inselexpress 2 bot sich an, die Passagiere zu übernehmen, konnte wegen des geringen Wassers jedoch nicht herankommen.
Erst das flachgehende Seenotrettungsboot Wilma Sikorski gelangte längsseits und nahm sieben Passagiere sowie ein Besatzungsmitglied auf. Sie wurden an die Eugen übergeben und sicher nach Norddeich gebracht. Zwei Crewmitglieder blieben an Bord der Aegir. Mit Unterstützung des Seenotrettungsbootes Otto Diersch folgten weitere Befreiungsversuche, zunächst ohne Erfolg. Mit auflaufendem Wasser sollte in der Nacht ein neuer Schleppversuch unternommen werden. Der Havarist kam jedoch später eigenständig wieder frei und lief unter Sicherungsbegleitung des Seenotrettungskreuzers Eugen zurück nach Norddeich.
Verfasst von Anja Pape
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