Haus am Weststrand: Fassadensanierung dringend nötig

Foto: Linke

Beitrag vom Montag, 09. März 2026

Haus am Weststrand: Fassadensanierung dringend nötig

Das „Haus am Weststrand“ ist eines der markantesten Gebäude, die die Fährgäste bei der Anreise zur Insel erblicken, und das seit mehr als 130 Jahren: Im Jahr 1894 ließ Louise Hanebuth, Witwe des Badeinspektors August Hanebuth, das Logierhaus im Stil der damaligen Bäderarchitektur errichten.

Prinz Friedrich von Preußen feierte dort im Jahr 1900 seinen 25. Geburtstag. Ab 1921 nutzte die Stadt Gladbeck das Gebäude als Heim für Kinder aus bedürftigen Familien, bevor der evangelische Kirchenkreis Hattingen-Witten Anfang der Siebzigerjahre das Haus übernahm. Seitdem dient das „Haus am Weststrand“ als Freizeit-, Erholungs- und Tagungshaus und heißt pro Jahr rund 5.000 Gäste für 24.000 Übernachtungen willkommen.

Damit das so bleibt, muss in diesem Jahr dringend die Westfassade erneuert werden, denn seit der letzten Sanierung vor 22 Jahren haben Wind, Wetter und Nordseewasser die Farbe aufplatzen lassen sowie die hölzerne Besimsung und den Putz angegriffen (siehe Foto). „Wir haben immer wieder Wasserschäden in den besten Zimmern“, berichtet Geschäftsführer Matthias Küstermann im Gespräch mit dem Norderneyer Morgen: „Wenn wir keine Maßnahme durchführen, wird das Haus nicht bestehen können.“

Die Arbeiten werden voraussichtlich in den kommenden Sommermonaten stattfinden, denn das benötigte Gerüst kann nicht während der Sturmflutsaison aufgestellt werden, verrät Küstermann. Die Denkmalschutzbehörde hat ihre Zustimmung bereits erteilt.

Reserven in Pandemie aufgebraucht

Die Kostenschätzung für die Sanierung liegt aktuell bei rund einer halben Million Euro – Geld, das der Kirchenkreis nun aufbringen muss. Die Rücklagen, die der Träger für die Substanzerhaltung des Gebäudes gebildet hatte, wurden allerdings in den Jahren der Corona-Pandemie benötigt, schildert Küstermann: „Anderthalb Jahre lang war aufgrund der Pandemie keine Belegung möglich. Uns ist es gelungen, das Personal über diese Zeit zu halten und damit auch unseren kirchlichen Anspruch zu erfüllen, aber es war schon ein Kraftakt. Ein großer Teil unserer Reserven ist also in dieser Zeit aufgebraucht worden.“

Die Kosten für den Erhalt des Gebäudes müssten also über den Geschäftsbetrieb aufgefangen werden, denn das Haus trägt sich selbst und erhält auch keine kirchensteuerlichen Zuwendungen, erläutert der Geschäftsführer. „Wir haben aber auch den Anspruch, die Preise für unsere Gäste bezahlbar zu halten, um auch Menschen mit weniger finanziellen Mitteln den Urlaub auf Norderney zu ermöglichen.“

Um also einen deutlichen Preisanstieg zu vermeiden, hat sich die Einrichtung zum Ziel gesetzt, einen möglichst großen Teil der Kosten über Drittmittel und Spenden zu finanzieren. Der Kirchenkreis hat daher Förderanträge gestellt und eine Spendenaktion ins Leben gerufen.

Wer die Sanierung finanziell unterstützen möchte, kann eine Spende auf folgendes Spendenkonto überweisen: Kontoinhaber: „Haus am Weststrand / Kirchenkreis Hattingen-Witten“,
IBAN: DE79 3506 0190 2001 1260 43, Verwendungszweck: 231000/48200000/Aussenfassade. Eine Spendenquittung kann nicht ausgestellt werden, da es sich bei dem Betrieb um ein Gewerbe handelt.