Ferienbetreuung: Sonderregelung für die Insel

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Beitrag vom Montag, 24. August 2026

Ferienbetreuung: Sonderregelung für die Insel

Nach den Verhandlungen mit dem Landkreis kann die Stadt gute Neuigkeiten verkünden. Eltern, die ihre Kinder künftig für die Ferienbetreuung anmelden, zahlen in Zukunft 20 Euro pro Woche und Kind. Damit verdoppelt die Stadt zwar den Eigenbetrag, allerdings bleibt die Insel weit unter dem vom Landkreis vorgeschlagenen Betrag von 150 Euro.

Um die Kosten für Familien weiterhin niedrig zu halten, hatte die Stadt zuvor Kontakt mit dem Landkreis aufgenommen und eine Sonderregelung ausgehandelt, informierte Bürgermeister Frank Ulrichs in der Ratssitzung.

Die zusätzlichen Kosten will die Kommune wie zuvor zu einem erheblichen Teil selbst tragen. „Unser Anspruch war es immer, dass dieses Angebot für jedes Kind, aus jeder Familie und allen sozialen Schichten bereitgestellt wird“, betonte Ulrichs in seinem Bericht. Einen Elternbeitrag von 150 Euro pro Woche und Kind, wie vom Landkreis zunächst gefordert, hält er für die Betroffenen für unzumutbar. Eine solche Summe würde seiner Ansicht nach zahlreiche Familien im für die Insel wichtigen Saisonbetrieb, wo jede Arbeitskraft benötigt wird, vor finanzielle Probleme stellen.

Mit dem neuen gesetzlichen Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung während der Ferien wird das Angebot zudem auf der Insel von den Sommer- und Herbstferien auf die Osterferien ausgeweitet. Auch dies ist eine Sonderregelung, die aufgrund der auf der Insel abweichenden Ferienzeiten vereinbart wurde.
Bereits ab den kommenden Herbstferien wird die Stadt zudem nachmittags für Grundschüler zum Preis von 20 Euro pro Woche und Kind eine Betreuung anbieten. Für eine Ganztagsbetreuung werden demnach 40 Euro pro Woche fällig.

Weiterhin halten möchte die Stadt die überdurchschnittliche Qualität des Angebotes mit einem Betreuungsschlüssel von einer Betreuungskraft auf zehn Kindern (1:10). Dieser sorgt unter anderem dafür, dass die Grundschüler in der Ferienbetreuung zwischen mehreren Freizeitangeboten wählen können. Zum Vergleich: Der Landkreis sieht einen Betreuungsschlüssel von 1:24 vor.

Mit der neuen Regelung bleibt es demnach trotz Preiserhöhung bei einem vergleichsweise günstigen Angebot für Familien mit einem deutlich höheren Betreuungsstandard.

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