Atom1

Beitrag vom Donnerstag, 24. Juni 2021

Endlagersuche: Landkreis erhält Fördermittel

Bis zum Jahr 2031 soll laut Standortauswahlgesetz ein atomares Endlager für hochradioaktiven Abfall in Deutschland festgelegt werden. Damit Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen den Auswahlprozess besser verstehen und auch begleiten können, hat das Land 500.000 Euro für Informationsveranstaltungen und Gutachten bereitgestellt, heißt es in einer Pressemitteilung des Niedersächsischen Umweltministeriums. Bis Ende April 2021 hatten die niedersächsischen Landkreise, kreisfreien Städte und die Region Hannover die Gelegenheit, daraus Fördermittel zu beantragen. „32 von 45 Gebietskörperschaften haben sich gemeldet“, so die Mitteilung: „Die zur Verfügung stehenden Fördergelder werden jetzt unter diesen 32 Interessierten anteilig verausgabt.“

Gutachten und Workshops

Auch dem Landkreis Aurich sind nach eigenen Angaben entsprechende Mittel aus dem Fördertopf bewilligt worden. Das weitere Vorgehen solle nun mit den Nachbarkörperschaften abgestimmt werden, teilte der Landkreis auf Nachfrage mit. Mit der Förderung können etwa geologische Gutachten beauftragt oder auch Informationsveranstaltungen und Workshops organisiert werden. Ein besonderes Augenmerk soll auf Vertreterinnen und Vertreter von Jugendorganisationen, kirchlichen Vereinigungen, Bürgerinitiativen und Naturschutzverbänden gelegt werden, so die Mitteilung des Ministeriums.

Tongestein im Untergrund

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung hatte im vergangenen September in einem ersten Zwischenbericht 90 Teilgebiete ermittelt, die für die Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen eine „günstige geologische Gesamtsituation“ erwarten lassen. Auch die Ostfriesischen Inseln liegen zu einem großen Teil in einem solchen Teilgebiet, das insgesamt knapp 63.000 Quadratkilometer umfasst und sich durch Tongestein im Erdboden auszeichnet. Der Zwischenbericht bildet die Grundlage für die nächsten beiden Auswahlstufen, in denen die Teilbereiche weiter eingegrenzt werden sollen. Auch Kriterien wie Besiedlungsdichte oder Schutzgebiete sollen dann in die Bewertung eines möglichen Standortes einfließen.

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