Die Trägerköpfe müssen raus

Foto: Micevic

Beitrag vom Dienstag, 03. März 2026

Die Trägerköpfe müssen raus

Um die Rissbildung im Mauerwerk des Norderneyer Kurtheaters aufzuhalten, hatten die Stadtwerke Norderney im vergangenen Jahr umfangreiche Sanierungsmaßnahmen für die kommenden Jahre angekündigt.
Grund für die Risse sind korrodierte Eisenträger, die kranzförmig über und unter den Flurgängen zum Theatersaal angeordnet und mit einem Ende in das äußere Mauerwerk eingelassen sind. Durch Rostbildung blühte das Metall über die Jahre auf und dehnte sich dabei aus, was zu Bewegung in den Mauern und so zu der Rissbildung führte (siehe unsere Ausgabe vom 26.11.2025).

Um das Gebäude zu retten, müssen die alten Eisenträger durchtrennt und die Trägerköpfe aus dem Mauerwerk entfernt werden. Dies soll zunächst auf Ebene der Kellerdecke passieren, erklärt Carsten Rass von den Technischen Diensten Norderney: „Dafür müssen wir das Mauerwerk von außen öffnen und schließen.“ Die Statik des Theaters ist bereits gesichert, da in den vergangenen Wochen neue Träger unterhalb der alten eingebaut wurden und diese jetzt das Gebäude stützen.

Beim Entfernen der Trägerköpfe sollen unterschiedliche Verfahren ausprobiert werden, um herauszufinden, welches den geringsten Eingriff erfordert.

„So sammeln wir Erfahrungen für die nächsten Schritte, wenn die Zwischendecke zum Obergeschoss an die Reihe kommt“, erläutert Rass.

Bis zu den Osterfeiertagen soll die Sanierung auf Kellerebene abgeschlossen sein. Während der Arbeiten findet der Kino- und Veranstaltungsbetrieb weiterhin statt.

Die Sanierung der Träger in der oberen Ebene wird in einem späteren Schritt erfolgen. Anschließend sind zudem eine Fassaden- , eine Dach- und eine Innensanierung erforderlich. Die Gesamtkosten schätzen die Stadtwerke laut Geschäftsführer Holger Schönemann auf einen bis zu siebenstelligen Betrag.