Beitrag vom Dienstag, 14. April 2026
„Die Bilder werden uns überleben“
Mehr als 12.500 Besucherinnen und Besucher haben die einjährige Ausstellung zum Norderneyer Seemaler Poppe Folkerts im Norderneyer Bademuseum besucht. Knapp 400 von ihnen nahmen zudem an den 30 Führungen mit Hayo Moroni teil, dem Enkel des Künstlers. Das Museum feierte gemeinsam mit Vertretern der Poppe-Folkerts-Stiftung und der Fördergemeinschaft Poppe-Folkerts-Museum sowie weiteren Gästen den letzten Ausstellungstag mit einer Finissage. Bei Häppchen und Sekt ließen die Anwesenden ein überaus erfolgreiches Projekt Revue passieren. „Schade, dass es schon endet“, fand die Emder Kunsthistorikerin Dr. Annette Kanzenbach, die bereits zur Eröffnung im April 2025 eine Einführung in das Werk des Seemalers präsentiert hatte und am Sonntag erneut angereist war.
Vor allem eines habe sich gezeigt, fasste Museumsleiter Matthias Pausch es zusammen: „Poppe Folkerts, das zieht. Die Besucherzahlen sind für die Ausstellung ein ganz großer Erfolg und zeigen, welchen Schwung Poppe Folkerts hier hineingebracht hat. Das kommt nicht von ungefähr und das ist sicher auch im Hinblick auf ein künftiges Museum eine wichtige Beobachtung.“
Über viel Resonanz freute sich auch Moroni, der in seinen Führungen insbesondere die eigene Familiengeschichte einbringen konnte. „Da kam ein breites Spektrum an Leuten, von Alt bis Jung und mit unterschiedlichen Interessen, das war für mich auch ein Vergnügen.“ Viele Fragen habe es auch nach einem Wiederaufbau des früheren Malerturms gegeben, so Moroni und betonte die Bedeutung des Malers für die Kulturlandschaft auf der Insel: „Poppe Folkerts ist für Norderney wichtig und es ist wichtig zu zeigen, dass wir hier auch großartige Kunst haben. Da kommt es auch auf die Zusammenarbeit zwischen den Kulturvereinen an.“
Sascha Freese, der als Vorsitzender des Museums-Fördervereins moderierte, dankte seinerseits für hervorragende Zusammenarbeit. „Wir als Museum sind froh, dass wir das Werk in seiner Bandbreite zeigen durften“, hob er hervor: „Ich hoffe, dass die Norderneyer sehen, dass diese Kunst erhaltenswert ist. Wir alle werden nicht ewig auf der Welt bleiben, aber diese Bilder werden uns wahrscheinlich alle noch überleben und ich wünsche mir, dass dieses Werk weitergeführt wird.“
Museumsausblick
Mit Ende der einen Ausstellung beginnt im Museum bereits die Vorbereitung für die nächste. In den kommenden Wochen wird der Bereich der Sonderausstellung renoviert, Dach und Wände gestrichen und die Elektrik angepasst, verrät Museumsleiter Pausch. Zum Museumstag am 17. Mai 2026 wird in der Galerie eine neue Ausstellung mit Bildern der Bremer Künstlerin Isa Fischer eröffnet. Ab dem 31. Mai ist auch die neue Sonderausstellung „Norderney, fast anders – Die ungebauten Visionen der Insel“ zu erleben.
Verfasst von Dorothee Linke
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