Beitrag vom Freitag, 16. Januar 2026
DGzRS zieht Jahresbilanz
Mehr als 1.700 Einsätze auf Nord- und Ostsee haben die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im Jahr 2025 gefahren. In 86 dieser Fälle wurde die Crew der Norderneyer Station in den Einsatz gerufen. Dabei rettete sie fünf Menschen aus Seenot, befreite sechs Menschen aus einer Gefahrensituation und half weiteren 101 Personen, wie die DGzRS auf Nachfrage mitteilte.
Laut Jahresbericht der Seenotretter retteten die Besatzungen der 60 Seenotrettungskreuzer und -boote entlang der deutschen Küsten im vergangenen Jahr rund 460 Menschen aus Seenot oder befreiten sie aus Gefahr, von Seeleuten auf Handelsschiffen über Wassersportler bis zu Beatzungen auf Fischereifahrzeugen. „Seit Gründung der DGzRS vor mehr als 160 Jahren zählt die Statistik der Seenotretter annähernd 87.800 Gerettete – nach wie vor ohne jegliche staatlich-öffentliche Mittel zu beanspruchen“, so der Bericht.
Im Jahr 2026 treibt die DGzRS die Modernisierung ihrer Rettungsflotte voran. So befindet sich der Prototyp eines neuen Seenotrettungsbootes bereits im Bau. „Er soll im Laufe dieses Jahres abgeliefert und zunächst auf vielen Stationen ‚auf Herz und Nieren‘ erprobt werden“, heißt es weiter. Über seine anschließende Stationierung sei noch nicht entschieden. Bewährt sich der Prototyp, soll er für viele Freiwilligen-Stationen der DGzRS in Serie gehen.
Der Bau eines neuen Seenotrettungskreuzer-Typs mit Tochterboot wiederum steht laut Bericht kurz vor der Auftragsvergabe.
Eine Arbeitsgruppe der DGzRS-Inspektion und erfahrener Seenotretter verschiedener Stationen hat den neuen Typ mitentwickelt und bis Ende vergangenen Jahres die abschließenden Details festgelegt, so die Mitteilung.
Wontorra neue Botschafterin
Mit dem neuen Jahr hat die DGzRS die Fernsehmoderatorin und Sportjournalistin Laura Wontorra als neue ehrenamtliche Botschafterin gewinnen können. Aktuell ist zudem die ARD-Dokuserie „Die Seenotretter“ mit insgesamt 16 Folgen über die Arbeit der Besatzungen auf verschiedenen Stationen und der Rettungsleitstelle See in der ARD-Mediathek zu sehen.
Verfasst von Anja Pape
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