Beauty in Trouble: Plastiksammeln wird zur Geschichte

Foto: Privat

Beitrag vom Mittwoch, 24. Dezember 2025

Beauty in Trouble: Plastiksammeln wird zur Geschichte

Mit seinem Buch „Beauty in Trouble“ hat der Norderneyer Autor und Plastiksammler Rik Folkerts ein ungewöhnliches Werk vorgelegt, das Dokumentation, Bildband und fiktionale Erzählung miteinander verbindet. Entstanden ist es aus jahrzehntelangen Strandgängen im Osten der Insel und aus der Beobachtung, was das Meer zurücklässt.

Seit Mitte der 1990er Jahre sammelt Folkerts Plastikmüll im Nationalparkbereich. Was mit einer einzelnen Kunststoffflasche begann, wurde zur festen Routine: pro Stunde etwa zehn Kilogramm Müll, getragen zu den Müllboxen. Die Funde bilden den Ausgangspunkt des Buches, das rund 150 Fotografien von Landschaften, Stranddetails und Plastikresten aus aller Welt zeigt, ergänzt durch nachdenkliche, teils humorvolle Kommentare.
Aus einzelnen Fundstücken entwickelt Folkerts zudem eine fiktive Geschichte. Der „Insel-Krimi-Kram“, wie er sein Werk selbst nennt, erzählt von Aktivisten, Sportlern und einer Patientin der Norderneyer Hautklinik, die sich als „Beauty in Trouble“ empfindet. Die Handlung bleibt eng mit der Insel verknüpft und dient weniger der Spannung als der Zuspitzung eines Themas: dem Umgang mit Kunststoff und den Folgen für Natur und Menschen.

Biografisch ist das Buch ebenfalls grundiert. Folkerts, ausgebildeter Wirtschaftsingenieur mit früherer beruflicher Nähe zur Kunststoffindustrie, lebt heute auf Norderney. Nach gesundheitlichen Einschnitten entwickelte er einen neuen Blick auf Umwelt und Vergänglichkeit. „Schönheit liegt nicht im Wegsehen“ – dieser Satz zieht sich wie ein Leitmotiv durch das Buch.

Erhältlich ist „Beauty in Trouble“ zum Preis von 19,90 Euro.

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