Beitrag vom Donnerstag, 02. April 2026
Aus Dauerproblem wird Dauerlösung
Sechs Jahre lang war der Zuckerpad eines der größten Streitthemen auf der Insel. Jetzt steht fest: Radfahrer sind auf dem Zuckerpad weiterhin geduldet. Die Straßenverkehrsbehörde hat ihre Zustimmung erteilt, die derzeitige Regelung mitsamt der Verkehrsberuhigungsmaßnahmen auf dem beliebten Ausflugsweg unbefristet weiterzuführen. Das teilte der Fachbereichsleiter Jürgen Vißer in der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Verkehr mit.
Nach Unfällen und einem massiven Beschwerdeaufkommen hatte die Stadt den Weg vor sechs Jahren für Radfahrer gesperrt. Doch die erhoffte Ruhe trat nicht ein. Zahlreiche Radfahrer nutzten den Weg trotz des Verbotes, was immer wieder für Konflikte sorgte. Wer sich an das Verbot hielt, beschwerte sich über den Wegfall der attraktiven und naturnahen Verbindung in den Inselosten.
Eine Rückkehr zur früheren Regelung wurde jedoch von der Straßenverkehrsbehörde mit der Begründung zurückgewiesen, dass eine gemeinsame Nutzung nur bei einer deutlich größeren Wegbreite zulässig ist. Eine Lösung musste her und damit begann ein kostspieliger Planungsprozess: Wege wurden vermessen, Biotope erfasst und kartiert, Fachbüros eingebunden, um eine Verbreitung des Zuckerpads in Qualität und Quantität kompensieren zu können. Doch die Eingriffe in den Nationalpark und das FFH-Gebiet wären derart erheblich gewesen, dass andere Wanderrouten hätten weichen müssen.
Verfasst von Anja Pape
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