Beitrag vom Montag, 20. April 2026
Änderungsbedarf an der Grundschule
Die Verkehrssituation im Bereich der Grundschule hat den Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Verkehr erneut beschäftigt. Ein ursprünglich angedachter Umbau zu einem verkehrsberuhigten Bereich stößt nach Einschätzung der Stadtverwaltung in Rücksprache mit den zuständigen Behörden auf erhebliche Hürden.
Hintergrund ist ein Beschluss aus der vorherigen Sitzung, in dem eine Neuordnung des Verkehrsraums geprüft werden sollte. Die Verwaltung nahm dazu Kontakt mit Polizei und Straßenverkehrsbehörde auf und führte im Februar eine gemeinsame Begehung durch.
Das Ergebnis stellte der städtische Fachbereichsleiter Jürgen Vißer vor, wonach eine Umwandlung in einen verkehrsberuhigten Bereich kritisch gesehen werde. Als Gründe wurden insbesondere die hohe Verkehrsbedeutung der Jann-Berghaus-Straße genannt. Sie werde unter anderem von Rettungsdienst und Feuerwehr genutzt. Gleichzeitig fehle es an geeigneten Umleitungsstrecken. Vißer betonte, dass die bestehende Trennung der Verkehrsflächen mit dem breiten Gehweg vor der Grundschule aus Sicht der Fachstellen sicherer eingestuft werde als ein Mischverkehr. Auch eine Einbahnstraßenregelung innerhalb eines verkehrsberuhigten Bereichs sei grundsätzlich nicht zulässig. Eine solche Lösung war im Bereich der Luciusstraße von Süden nach Norden zuvor diskutiert worden.
Als mögliche Anpassung schlug die Straßenverkehrsbehörde vor, den Gehweg gegenüber der Grundschule zu verbreitern. Allerdings ginge das zu Lasten der Gehwegbreite direkt vor der Grundschule. Dieser Ansatz stieß jedoch im Ausschuss auf Skepsis. Mehrere Mitglieder bezweifelten, dass dies die Situation spürbar verbessert.
Stattdessen rückten andere Ideen in den Fokus. Diskutiert wurde unter anderem, einen zusätzlichen Zebrastreifen in der Höhe des Bereich des Ost-Schulhofs einzurichten. Ob dies rechtlich möglich ist, soll mit dem Straßenverkehrsamt geklärt werden.
Stefan Wehlage von den Grünen kritisierte erneut die Parksituation an der Schulhofzuwegung an der Luciusstraße, da die parkenden Fahrzeuge in diesem Bereich führten dazu, dass die Kinder und andere Verkehrsteilnehmer auf die Fahrbahn ausweichen müssen. Er schlug vor, einzelne Parkplätze zu entfernen und einen Fußweg zu markieren.
Silvia Selinger-Hugen (CDU) regte darüber hinaus an, sich die Wegeführung für Kinder genauer zu prüfen. Aus ihrer Sicht kommen zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus Schulzenstraße und queren dort die Jann-Berghaus-Straße.
Einigkeit bestand darin, dass die aktuelle Situation unbefriedigend ist. Konkrete Beschlüsse fasste der Ausschuss jedoch nicht. Stattdessen soll die Verwaltung die im Ausschuss genannten Vorschläge prüfen und mögliche Lösungen erarbeiten, die zu einem späteren Zeitpunkt erneut beraten werden.
Verfasst von Anja Pape
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