15.000 Euro für Zirkusprojekt

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Beitrag vom Mittwoch, 23. September 2026

15.000 Euro für Zirkusprojekt

Auf dem Drahtseil zeigten die Artisten der Zirkusfamilie Proscho im Zirkuszelt auf dem Westschulhof, was die Norderneyer Grundschüler in dieser Woche selbst ausprobieren und lernen dürfen. Die Rotarier im Publikum spendeten Applaus und hatten selbst etwas mitgebracht: 15.000 Euro stellt der Rotary Club Norderney für die Zirkusprojektwoche der Grundschule zur Verfügung. Finanziert wird die Spende aus den Einnahmen des Rotary-Adventskalenders.

13.000 Euro übernimmt der Club für das Zirkusprojekt, weitere 2.000 Euro für die Fährüberfahrt. „Das ist für uns keine sehr kleine Spende“, sagte Rotary-Präsident Jens Harms. Das Geld ist aus Sicht des Serviceclubs jedoch „sehr gut angelegt“, unterstrich Harms. Er stellte zugleich in Aussicht, dass der Rotary Club auch beim nächsten Zirkusprojekt in vier Jahren wieder als Ansprechpartner bereitstehe.

Eine Zirkusprojektwoche ist eine deutliche Abwechslung für die Grundschülerinnen und Grundschüler, erläuterte Lehrerin und Initiatorin Maren Schmidt. Jedes Kind studiert in dieser Woche eine eigene Darbietung ein. Zur Auswahl stehen Raubtiernummer, Hula Hoop, Drahtseil, Trapez, Clownerie, Bodenakrobatik und Glasbalance. Die Zirkusfamilie begleitet die Kinder beim Training und bereitet mit ihnen die Auftritte am Ende der Woche vor.

In dieser Woche wird es nicht nur darum, Kunststücke zu lernen, betonte Schmidt. Wer über ein Drahtseil balanciert, am Trapez hängt oder als Clown vor anderen auftritt, muss sich etwas zutrauen. Die Kinder stärken so ihr Selbstvertrauen und entdecken neue Fähigkeiten, die im normalen Unterricht weniger sichtbar werden. Gleichzeitig trainieren sie Gleichgewicht, Koordination und Körperspannung. Auch Teamgeist und Verantwortung gehören für Schmidt zu den wichtigen Erfahrungen der Woche.

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in drei gemischten Gruppen zusammen. Gerade die Erstklässler, die erst seit wenigen Wochen zur Schule gehen, erleben dabei die Gemeinschaft mit den älteren Kindern. Eine gemeinsame Zirkusnummer könne zudem nur gelingen, wenn jeder seinen Teil beitrage und sich die Kinder aufeinander verlassen könnten.

Am Ende steht für jedes Kind ein eigenes Erfolgserlebnis. „Ich kann was“, beschrieb Schmidt die Erfahrung, die die Schülerinnen und Schüler aus der Manege mitnehmen sollen. Gerade bei Kindern, bei denen dieses Gefühl im Schulalltag manchmal zu kurz komme, könne die Projektwoche viel bewirken.

Der Zirkus bestimmt in dieser Woche den gesamten Schulvormittag. Einen Teil des Tages trainieren die Kinder mit der Zirkusfamilie, während der übrigen Zeit arbeiten sie in der Schule und auf dem Schulhof an weiteren Projekten rund um das Thema. So erleben sie Schule und ihre Mitschüler einmal außerhalb des gewohnten Unterrichts.

Grundschulleiter Martin Pape dankte dem Rotary Club für die großzügige Unterstützung. Die Schule kann sich dadurch auf die inhaltliche Gestaltung und den Ablauf der Woche konzentrieren, so Pape weiter.


Was die Kinder gelernt haben, zeigen sie zum Abschluss in der Manege.